Vorschau

Bald im Theatiner:

 

Ab 17.06.2021 in Erstaufführung:

SEIZE PRINTEMPS (Frühling in Paris)

Frankreich 2020 | frz. O.m.U. | 74 Min.
Regie und Buch: Suzanne Lindon
Kamera: Jérémie Attard
Musik: Vincent Delerm, Christophe
Darsteller: Suzanne Lindon, Arnaud Valois, Frédéric Pierrot, Florence Viala

Frühling in Montmartre, Paris. Suzanne ist 16 Jahre alt und ihre Altersgenossen langweilen sie zutiefst. Auf ihrem Weg zur Schule kommt sie jeden Tag an einem Theater vorbei. Dort begegnet sie dem 35-jährigen Schauspieler Raphaël: Beide sind immer mehr fasziniert voneinander. Sie schweben durch das Viertel, tanzen verliebt durch die Straßen. Doch dann bekommt Suzanne Angst, dass sie etwas im Leben verpasst – das ganz normale Leben eines Mädchens in ihrem Alter.
Das feinsinnige Debut der erst 20-jährigen Suzanne Lindon, Tochter von Sandrine Kiberlain und Vincent Lindon, ist eine kleine Sensation. Musik von Vincent Delerm und Christophe untermalt den Film, der vor LA BOUM und À NOS AMOURS den Hut zieht, aber eine eigene Handschrift trägt.
FRÜHLING IN PARIS war in der offiziellen Auswahl der Filmfestspiele von Cannes 2020.


Voraussichtlich ab 01.07.2021 in Erstaufführung:

LA BODA DE ROSA (Rosas Hochzeit)

Spanien 2020 | span. O.m.U. | 100 Min.
Regie: Icíar Bollaín
Buch: Icíar Bollaín & Alicia Luna
Kamera: Sergi Gallardo & Beatriz Sastre
Musik: Vanessa Garde
Darsteller: Candela Peña, Sergi López, Nathalie Poza, Ramón Barea, Paula Usero

Kurz vor ihrem 45. Geburtstag beschließt Rosa, dass es Zeit für einen radikalen Wandel in ihrem Leben ist. Immer hat sie für andere gelebt, als Kostümbildnerin bis zum Umfallen gearbeitet, sich um die Kinder ihres Bruders gekümmert. Knall auf Fall verlässt sie Valencia, um sich im alten Schneiderladen ihrer Mutter in einem kleinen Küstenort den Traum vom eigenen Geschäft zu erfüllen. Aber es ist nicht so leicht, sein Leben in eigene Hände zu nehmen. Rosa beschließt, ein Zeichen zu setzen: Sie will heiraten. Und diese Hochzeit wird eine ganz besondere sein.
Nach EL OLIVO und YULI inszeniert Regisseurin Icíar Bollaín die Geschichte einer Befreiung, eine dramatische Komödie mit herausragendem Ensemble. „Eine der inspirierendsten, lebendigsten und strahlendsten Frauenfiguren der letzten Jahre. ROSAS HOCHZEIT ist ein Stärkungsmittel in schwierigen Zeiten, ein Film in der besten Tradition des spanischen Kinos, mediterran und fröhlich.“ Público


Voraussichtlich ab 08.07.2021 in Erstaufführung:

ÉTÉ 85 (Sommer 85)

Frankreich 2020 | frz. O.m.U. | 100 Min.
Regie: François Ozon
Buch: François Ozon, nach dem Roman TANZ AUF
MEINEM GRAB von Aidan Chambers
Kamera: Hichame Alaouie
Musik: Jean-Benoît Dunckel
Darsteller: Félix Lefebvre, Benjamin Voisin, Philippine Velge, Valeria Bruni-Tedeschi

Ein heißer Sommer in der Normandie, 1985: Der 16-jährige Alexis verbringt die Ferien mit seinen Eltern in einem malerischen Örtchen an der Küste. Als ihn eines Tages ein überraschend aufziehendes Unwetter in seiner kleinen Segeljolle zum Kentern bringt, wird er wie durch ein Wunder von dem etwas älteren David gerettet. Eine große Sommerliebe nimmt ihren Anfang, doch nach wenigen Wochen wird das unbeschwerte Liebesglück der beiden Teenager getrübt. Die Ereignisse überschlagen sich und Alexis muss ein letztes Versprechen einlösen.
Frankreichs Meisterregisseur François Ozon (GELOBT SEI GOTT, FRANTZ) präsentiert eine flirrende Liebesgeschichte, inspiriert von Aidan Chambers’ Roman TANZ AUF MEINEM GRAB, den er bereits zu Beginn seiner Karriere verfilmen wollte. Es sollte jedoch 35 Jahre dauern, bis der Film entstand. Mit diesem charmanten Coming-of-Age-Drama knüpft Ozon an seine frühen Filme wie SWIMMING POOL und UNTER DEM SAND an.


Voraussichtlich ab 22.07.2021 in Erstaufführung:

DRUK (Der Rausch)

Dänemark 2020 | dänisch O.m.U. | 117 Min.
Regie: Thomas Vinterberg
Buch: Thomas Vinterberg, Tobias Lindholm
Kamera: Sturla Brandth Grøvlen
Musik: Mikkel Maltha
Darsteller: Mads Mikkelsen, Thomas Bo Larsen, Lars Ranthe, Magnus Millang, Maria Bonnevie, Helene Reingaard, Susse Wold

Früher war Martin Lehrer aus Leidenschaft – heute sind die Schüler von seinem fehlenden Enthusiasmus gelangweilt und auch in seiner Ehe sieht es nicht gut aus. Martins drei Freunden, die am selben Gymnasium unterrichten, geht es nicht besser. Bei einer angeheiterten Geburtstagsrunde diskutieren sie die Theorie eines norwegischen Philosophen: Demnach ist ein Mensch nur mit erhöhtem Alkoholgehalt im Blut zu Bestleistungen fähig. Die vier beschließen, den Selbsttest zu wagen – die Wirkung lässt nicht lange auf sich warten.
In seiner hochemotionalen Tragikomödie lässt Thomas Vinterberg (DAS FEST, DIE JAGD) den Ausnahmedarsteller Mads Mikkelsen auf der Suche nach Erfüllung und Lebensfreude zu berauschter Höchstform auflaufen.
Ausgezeichnet mit dem Europäischen Filmpreis in den Kategorien Bester Film, Beste Regie, Bester Darsteller und Bestes Drehbuch, sowie mit dem César 2021 als Bester ausländischer Film!


Voraussichtlich ab 19.08.2021 in Erstaufführung:

THERE IS NO EVIL (Sheytan vojud nadarad / Doch das Böse gibt es nicht)

Iran / Deutschland / Tschechische Republik 2020 | Farsi O.m.U. | 150 Min.
Regie und Buch: Mohammad Rasoulof
Kamera: Ashkan Ashkani
Musik: Amir Molookpour
Darsteller: Ehsan Mirhosseini, Shaghayegh Shourian, Kaveh Ahangar, Alireza Zareparast, Salar Khamseh u.a.

Heshmat, ein vorbildlicher Ehemann und Vater, bricht jeden Morgen sehr früh auf. Wohin fährt er? Pouya kann sich nicht vorstellen, einen anderen Menschen zu töten, trotzdem bekommt er den Befehl. Javad ahnt nicht, dass sein Heiratsantrag nicht die einzige Überraschung für seine Geliebte an ihrem Geburtstag bleiben wird. Bahram ist Arzt, darf aber nicht praktizieren. Als seine Nichte ihn besucht, beschließt er, ihr den Grund für sein Außenseiterdasein zu offenbaren.
Die vier Geschichten, aus denen THERE IS NO EVIL besteht, sind Variationen über die Themen moralische Kraft und Todesstrafe. Sie fragen danach, bis zu welchem Grad individuelle Freiheit unter einem despotischen Regime und scheinbar unentrinnbaren Bedrohungen möglich ist. Mohammad Rasoulof verknüpft sie narrativ nur lose, dennoch sind sie auf unerschütterliche und tragische Art miteinander verbunden. Angesichts der organisierten Unterdrückung scheint es nur eine Wahl zu geben: zwischen Widerstand und Überleben. Trotzdem fordert uns jede der abrupt abbrechenden Geschichten auf, darüber nachzudenken, wie Männer und Frauen auch in solchen Situationen ihre Freiheit behaupten können.
THERE IS NO EVIL ist der Gewinner des Goldenen Bären der Berlinale 2020!


Voraussichtlich ab 14.10.2021 in Erstaufführung:

GLI ANNI PIÙ BELLI (Auf alles, was uns glücklich macht)

Italien 2020 | ital. O.m.U. | 129 Min.
Regie: Gabriele Muccino
Buch: Gabriele Muccino, Paolo Costella
Kamera: Eloi Moli
Musik: Nicola Piovani
Darsteller: Pierfrancesco Favino, Micaela Ramazzotti, Kim Rossi Stuart, Claudio Santamaria, Francesco Centorame

Als Kinder sind die vier Freunde Giulio, Gemma, Paolo und Riccardo
unzertrennlich. Doch im Laufe ihres Lebens führen persönliche Schicksalsschläge sowie Giulios und Paolos romantische Gefühle für Gemma dazu, dass sich die Lebenswege der Freunde immer wieder trennen – bis das Schicksal sie auf magische Art und Weise wieder zusammenführt.
Regisseur Gabriele Muccino (ZUHAUSE IST ES AM SCHÖNSTEN) erzählt in seiner neuen Komödie von einer Freundschaft zwischen Menschen, die er über vierzig Jahre hinweg begleitet – von ihrer Jugend in einer italienischen Kleinstadt in den 1980er Jahren bis ins Erwachsenenalter. Der Film spiegelt damit auch die Geschichte eines Landes wieder, das sich im Umbruch befindet. Muccinos Werk ist eine Hommage an die großen italienischen Filmemacher und geht der Frage nach, was uns als Menschen wirklich ausmacht. Eine wunderbare Erzählung über Freundschaft, Liebe und die Suche nach dem eigenen Lebensweg.



TRIBUTE TO ECM RECORDS
MANFRED EICHER | JEAN-LUC GODARD

„Er sucht, er hört zu, er vernimmt etwas, und dann versucht er auf der ganzen Welt Klanglandschaften zu schaffen, von denen andere Plattenproduzenten nicht einmal eine Ahnung haben.“ (Jean-Luc Godard über Manfred Eicher)

Manfred Eicher wird voraussichtlich bei allen Vorstellungen anwesend sein.


NOUVELLE VAGUE

Godard nimmt die Töne aus der Welt, ziseliert sie, isoliert sie aus ihrem eigentlichen Lebenszusammenhang. Nouvelle Vague erfindet eine konkrete Musik, die sich nicht nach Takten erfassen lässt, spielt mit dem Irrationalen. Könnten wir nicht anerkennen, dass wir aus demselben Material wie die Träume gemacht sind? (Claire Bartoli, Das innere Auge)
Frankreich / Schweiz 1980 | frz. / ital. / engl. O.m.U. | 89 Min. | 35mm
Regie: Jean-Luc Godard Buch: Richard Debuisine, Godard Kamera: William Lubtchansky, Christophe Pollock Musik: Paolo Conte, David Darling, Paul Hindemith, Meredith Monk, Dino Saluzzi, Arnold
Schönberg, Patti Smith Darsteller: Alain Delon, Domiziana Giordano


SOUNDS AND SILENCE

Unterwegs mit Manfred Eicher, der „steht immer abseits des musikalischen Geschehens, aber er ist doch das Zentrum, konzentriert, lauschend, prüfend, unnahbar, manchmal auch ein wenig dämonisch. Er weiß, was er will – und er kriegt es. Ein Sisyphusjob.
Einmal tanzt er spontan mit Arvo Pärt, da müssen wir uns ihn als einen glücklichen
Menschen vorstellen.“ (Fritz Göttler)
Schweiz 2009 | 87 Min.
Regie und Kamera: Peter Guyer, Norbert Wiedmer Musik: Arvo Pärt, Anouar Brahem, Eleni Karaindrou, Jan Garbarek, Dino Saluzzi, Anja Lechner, Gianluigi Trovesi, Marilyn Mazur, Nik Bärtsch, Kim Kashkashian

THE OLD PLACE

Ursprünglich eine Auftragsarbeit des Museum of Modern Art, wird dieser filmische Essay über die Rolle der Kunst im ausgehenden 20. Jahrhundert zu einer tiefgründigen Erforschung der menschlichen Natur, der Zeit selbst und des gegenwärtigen kulturellen Klimas der Welt.
Schweiz / USA 1999 | frz. / engl. O.m.U. | 47 Min.
Konzept und Realisation: Jean-Luc Godard, Anne-Marie Miéville


HOLOZÄN

Elementares Kino, ein alter Mann in seinem einsamen Haus in den Tessiner Bergen, ohne Kontakt zu Anderen, nur Meer und Berge, Steine und Schlamm, in kalte, klare Bilder gefasst. Erland Josephson ist der alte Mann, Herr Geiser, störrisch, verwittert, murmelnd, den Körper ertüchtigend. „Was heißt Holozän? Die Natur braucht keinen Namen, das weiß Herr Geiser. Die Gesteine brauchen sein Gedächtnis nicht.“ (Fritz Göttler)
Schweiz / Deutschland 1992 | 95 Min. | 35mm
Regie und Buch: Heinz Bütler, Manfred Eicher (in Zusammenarbeit mit Max Frisch, nach dessen Erzählung „Der Mensch erscheint im Holozän“) Kamera: Giorgos Arvanitis Musik: Johann Sebastian Bach, Béla Bartók, Dimitri Schostakowitsch, Jan Garbarek, Keith Jarrett Darsteller: Sophie Duez, Erland Josephson


LE LIVRE D’IMAGE

„Erinnerst Du Dich noch daran, wie wir vor langer Zeit unsere Gedanken trainiert haben? Meistens gingen wir von einem Traum aus… Wir fragten uns, wie in völliger Dunkelheit Farben von solcher Intensität in uns entstehen konnten.“ (Jean-Luc Godard)
Schweiz 2018 | frz. / engl. / russ. / arab. O.m.U. | 85 Min.
Regie und Buch: Jean-Luc Godard Kamera: Fabrice Aragno, Jean-Paul Battaggia, Godard Musik: Editions ECM