Vorschau


TRIBUTE TO ECM RECORDS
MANFRED EICHER | JEAN-LUC GODARD

„Er sucht, er hört zu, er vernimmt etwas, und dann versucht er auf der ganzen Welt Klanglandschaften zu schaffen, von denen andere Plattenproduzenten nicht einmal eine Ahnung haben.“ (Jean-Luc Godard über Manfred Eicher)

Manfred Eicher wird voraussichtlich bei allen Vorstellungen anwesend sein.


NOUVELLE VAGUE

Godard nimmt die Töne aus der Welt, ziseliert sie, isoliert sie aus ihrem eigentlichen Lebenszusammenhang. Nouvelle Vague erfindet eine konkrete Musik, die sich nicht nach Takten erfassen lässt, spielt mit dem Irrationalen. Könnten wir nicht anerkennen, dass wir aus demselben Material wie die Träume gemacht sind? (Claire Bartoli, Das innere Auge)
Frankreich / Schweiz 1980 | frz. / ital. / engl. O.m.U. | 89 Min. | 35mm
Regie: Jean-Luc Godard Buch: Richard Debuisine, Godard Kamera: William Lubtchansky, Christophe Pollock Musik: Paolo Conte, David Darling, Paul Hindemith, Meredith Monk, Dino Saluzzi, Arnold
Schönberg, Patti Smith Darsteller: Alain Delon, Domiziana Giordano


SOUNDS AND SILENCE

Unterwegs mit Manfred Eicher, der „steht immer abseits des musikalischen Geschehens, aber er ist doch das Zentrum, konzentriert, lauschend, prüfend, unnahbar, manchmal auch ein wenig dämonisch. Er weiß, was er will – und er kriegt es. Ein Sisyphusjob.
Einmal tanzt er spontan mit Arvo Pärt, da müssen wir uns ihn als einen glücklichen
Menschen vorstellen.“ (Fritz Göttler)
Schweiz 2009 | 87 Min.
Regie und Kamera: Peter Guyer, Norbert Wiedmer Musik: Arvo Pärt, Anouar Brahem, Eleni Karaindrou, Jan Garbarek, Dino Saluzzi, Anja Lechner, Gianluigi Trovesi, Marilyn Mazur, Nik Bärtsch, Kim Kashkashian

THE OLD PLACE

Ursprünglich eine Auftragsarbeit des Museum of Modern Art, wird dieser filmische Essay über die Rolle der Kunst im ausgehenden 20. Jahrhundert zu einer tiefgründigen Erforschung der menschlichen Natur, der Zeit selbst und des gegenwärtigen kulturellen Klimas der Welt.
Schweiz / USA 1999 | frz. / engl. O.m.U. | 47 Min.
Konzept und Realisation: Jean-Luc Godard, Anne-Marie Miéville


HOLOZÄN

Elementares Kino, ein alter Mann in seinem einsamen Haus in den Tessiner Bergen, ohne Kontakt zu Anderen, nur Meer und Berge, Steine und Schlamm, in kalte, klare Bilder gefasst. Erland Josephson ist der alte Mann, Herr Geiser, störrisch, verwittert, murmelnd, den Körper ertüchtigend. „Was heißt Holozän? Die Natur braucht keinen Namen, das weiß Herr Geiser. Die Gesteine brauchen sein Gedächtnis nicht.“ (Fritz Göttler)
Schweiz / Deutschland 1992 | 95 Min. | 35mm
Regie und Buch: Heinz Bütler, Manfred Eicher (in Zusammenarbeit mit Max Frisch, nach dessen Erzählung „Der Mensch erscheint im Holozän“) Kamera: Giorgos Arvanitis Musik: Johann Sebastian Bach, Béla Bartók, Dimitri Schostakowitsch, Jan Garbarek, Keith Jarrett Darsteller: Sophie Duez, Erland Josephson


LE LIVRE D’IMAGE

„Erinnerst Du Dich noch daran, wie wir vor langer Zeit unsere Gedanken trainiert haben? Meistens gingen wir von einem Traum aus… Wir fragten uns, wie in völliger Dunkelheit Farben von solcher Intensität in uns entstehen konnten.“ (Jean-Luc Godard)
Schweiz 2018 | frz. / engl. / russ. / arab. O.m.U. | 85 Min.
Regie und Buch: Jean-Luc Godard Kamera: Fabrice Aragno, Jean-Paul Battaggia, Godard Musik: Editions ECM



Voraussichtlich demnächst in Erstaufführung:

SIBYL – THERAPIE ZWECKLOS

Frankreich/Belgien 2019 | frz. O.m.U. | 100 Min.
Regie: Justine Triet
Buch: Justine Triet, Arthur Harari
Kamera: Simon Beaufils
Musik: Thibault Deboaisne
Darsteller: Virginie Efira, Adèle Exarchopoulos, Sandra Hüller, Gaspard Ulliel, Laure Calamy

Die Psychotherapeutin Sibyl beschließt, wieder zu ihrer eigentlichen Leidenschaft, dem Schreiben, zurückzukehren. Dabei erweist sich ihre neue Patientin Margot, Schauspielerin am Rande des Nervenzusammenbruchs, als verlockende Inspirationsquelle. Sibyl taucht immer tiefer in Margots turbulentes Leben ein, bricht alle professionellen Regeln und wird dabei mehr und mehr mit ihrer eigenen Vergangenheit konfrontiert. Als Sibyl an ein Filmset am Vulkan Stromboli reist, um Margot psychologisch zu unterstützen, gerät ihr mühsam geordnetes Leben völlig aus den Fugen.
Justine Triet (VICTORIA) verbindet hier eindrucksvoll Drama und Mediensatire. Ihr erlesenes Schauspielensemble aus Virginie Efira (BIRNENKUCHEN MIT LAVENDEL), Adèle Exarchopoulos (NUREJEW – THE WHITE CROW) und Sandra Hüller (TONI ERDMANN) macht den Film zu einer brillanten schwarzen Komödie.
Nominierung für die Goldene Palme bei den Filmfestspielen in Cannes 2019!
Der Film zeigt auf außergewöhnliche Weise, was nur das Kino kann: die Enthüllung der unendlichen Möglichkeiten einer Schauspielerin. – Cahiers du Cinéma


Voraussichtlich demnächst in Erstaufführung:

UN MONDE PLUS GRAND (Eine größere Welt)

Frankreich, Belgien 2019 | frz. O.m.U. | 95 Min.
Regie: Fabienne Berthaud
Buch: Fabienne Berthaud, Claire Barré
Musik: Valentin Hadjadj
Kamera: Nathalie Durand
Darsteller: Cécile de France, Ludivine Sagnier, Narantsetseg Dash, Tserendarizav Dashnyam

Eine größere Welt – das ist es, was Corine entdeckt, als sie in der Mongolei während eines schamanischen Rituals in Trance fällt. Dabei war die Französin nur in die abgelegene Steppenregion gekommen, um im Rahmen ihrer Arbeit ethnographische Tonaufnahmen zu machen. Doch die Schamanin Oyun offenbart Corine, dass sie eine seltene Gabe besitzt, die ausgebildet werden muss. Zurück in Frankreich lassen die Erlebnisse in der Mongolei Corine nicht mehr los. Trotz des Widerstands ihrer Familie kehrt sie in die Steppe zurück und begibt sich auf eine spirituelle Reise auf alten und vergessenen Wegen. Eine Reise, die ihr Leben und ihre westeuropäische Sichtweise für immer verändern wird.
Fabienne Berthaud (BARFUSS AUF NACKTSCHNECKEN) verfilmte mit Schauspielstar Cécile de France (REBELLINNEN, L’AUBERGE ESPAGNOLE) die wahre Geschichte von Corine Sombrun. Nach ihrer Ausbildung in der Mongolei arbeitet Sombrun heute mit Neurologen und Gehirnforschern zusammen, um die mentalen Mechanismen hinter Trancezuständen zu verstehen und z. B. für therapeutische Zwecke zu nutzen.
„Von atemberaubender Schönheit“ – ELLE


Voraussichtlich demnächst in Erstaufführung:

JEAN PAUL GAULTIER: FREAK AND CHIC

Frankreich 2018 | frz. O.m.U. | 96 Min. | Dokumentarfilm
Regie, Buch und Kamera: Yann L‘Hénoret
Mit: Jean Paul Gaultier, Marion Cotillard, Catherine
Deneuve u.a.

Jean Paul Gaultier, einer der bemerkenswertesten Modeschöpfer unserer Zeit, hat mit seiner prunkvollen „Fashion Freak Show“ in Paris für weltweites Aufsehen gesorgt. Der Dokumentarfilm folgt der zweijährigen Entstehung von Gaultiers glamourösem Kabarett und lässt den Zuschauer in das exzentrische, oft provokative Universum des ikonischen Genies eintauchen: visionäre Designs, high-style Choreographien, extravagante Kostüme und eine aufwändige Inszenierung in der Hauptstadt der Mode – immer wieder lotet er die Grenzen der Modeszene aus. Die Show zeigt die Stationen seines Lebens als Revue zwischen Theater, Tanz und Kino.
JEAN PAUL GAULTIER: FREAK AND CHIC wirft einen Blick hinter die Kulissen des bislang skandalträchtigsten Projekts des Modeschöpfers. Herausgekommen ist dabei ein verschwenderisches filmisches Erlebnis, das den Geist dieser unvergleichlichen Show auf der legendären Pariser Varietébühne Folies Bergère einfängt.


Voraussichtlich demnächst in Erstaufführung:

LES PLUS BELLES ANNÉES D`UNE VIE (Die schönsten Jahre unseres Lebens)

Frankreich 2020 | frz. O.m.U. | 91 Min.
Regie: Claude Lelouch
Drehbuch: Claude Lelouch, Valérie Perrin, Pierre Uytterhoeven
Kamera: Berto
Musik: Francis Lai, Calogero
Darsteller: Jean-Louis Trintignant, Anouk Aimée, Monica Bellucci, Souad Amidou, Antoine Sire, Marianne Denicourt

Der frühere Rennfahrer und Womanizer Jean-Louis fährt Erfolge nur noch in seiner Erinnerung ein. Doch die geht immer mehr verloren, auch wenn es scheint, als würden sich seine Gedanken vor allem um eine Frau drehen: Anne, die große Liebe seines Lebens. Um seinem Vater etwas zurückzugeben, macht sich sein Sohn Antoine auf die Suche nach jener geheimnisvollen Schönheit, die Jean-Louis nie vergessen hat. Und tatsächlich macht er Anne in einem Dorf in der Normandie ausfindig, wo die frühere Filmproduzentin ein erfülltes Leben führt. Sie nimmt die Einladung, Jean-Louis nach Jahrzehnten wiederzusehen, nur zögerlich an. Beim ersten Besuch erkennt er sie zunächst auch nicht wieder. Doch schnell nehmen die beiden die Fäden ihrer gemeinsamen Geschichte da auf, wo sie sie einst verloren hatten.
53 Jahre ist es her, dass Regisseur Claude Lelouch mit EIN MANN UND EINE FRAU einen Kinoklassiker schuf, der die Art, wie Liebesgeschichten erzählt werden, revolutionierte. Vielfach preisgekrönt begründete diese Nouvelle Vague-Liebesgeschichte den Weltruhm ihrer Stars Anouk Aimée und Jean-Louis Trintignant. Mit DIE SCHÖNSTEN JAHRE EINES LEBENS hat Lelouch eine leise und poetische Hommage an seine beiden Hauptdarsteller geschaffen. Der Film feierte seine Premiere auf dem Filmfestival in Cannes 2019. Nostalgie liegt über der berührenden Geschichte, die ihre Suche nach der verlorenen Zeit mit Rückblenden aus EIN MANN UND EINE FRAU verknüpft.


Voraussichtlich demnächst in Erstaufführung:

DRONNINGEN (Königin)

Dänemark 2019 | dän. O.m.U. | 127 Min.
Regie: May el-Toukhy
Drehbuch: Maren Louise Käehne, May el-Toukhy
Kamera: Jasper J. Spanning
Musik: Jon Ekstrand
Darsteller: Trine Dyrholm, Gustav Lindh, Magnus Krepper

Die erfolgreiche Rechtsanwältin Anne lebt ein Vorzeigeleben, gemeinsam mit ihrem Mann Peter und ihren beiden Töchtern. Als Peter eines Tages beschließt, seinen 16-jährigen Sohn Gustav bei sich aufzunehmen, der bislang bei seiner Ex-Frau lebte, will Anne dem rebellischen Teenager ein liebevolles Zuhause bieten. Doch schon bald empfindet sie mehr als mütterliche Gefühle für Gustav. Was als spielerischer Flirt beginnt, wird schon bald zu einer leidenschaftlichen Beziehung, die alles zu zerstören droht, was Anne und Peter sich aufgebaut haben.
KÖNIGIN erzählt die Geschichte einer Beziehung, die nicht sein darf. Das Drama über Gerechtigkeit und Selbstgerechtigkeit, Lebenslügen und Leidenschaft ist einer der aufregendsten Filme des Jahres. Die faszinierende Hauptdarstellerin Trine Dyrholm (DAS FEST) wurde für ihre schauspielerische Tour de Force auf den Filmfestivals Zürich und Göteborg als Beste Schauspielerin ausgezeichnet und für den Europäischen Filmpreis nominiert. Darüber hinaus wurde KÖNIGIN mit dem Publikumspreis des Sundance Filmfestivals ausgezeichnet und ging als Dänemarks Oscar-Beitrag 2020 ins Rennen.
„Trine Dyrholm ist umwerfend!“ – Variety