Vorschau


Donnerstag, 05.11. 18:00 Uhr, Dienstag, 17.11. 18:00 Uhr

PALAZZO DI GIUSTIZIA (Justizpalast)

Italien 2019, ital. O.m.U., 84 Min.
Buch und Regie: Chiara Bellosi
Darsteller: Bianca Leonardi, Sarah Short, Daphne Scoccia, Nicola Rignanese

Vor einer Gerichtsverhandlung warten Luce, noch klein und verspielt, und Domenica, fast erwachsen und unsicher. Während ihre Väter sich drinnen in einem Prozess um Mord oder Totschlag gegenüberstehen, entfalten sich auf den Gängen neue, ungewöhnliche Geschichten.


Freitag, 06.11. 18:00 Uhr, Montag, 16.11. 18:00 Uhr

BANGLA

Italien 2019, ital. O.m.U., 87 Min.
Regie: Phaim Bhuiyan
Darsteller: Phaim Bhuiyan, Carlotta Antonelli, Alessia Giuliani, Rishad Noorani, Pietro Sermonti

Phaim, 22-jähriger Muslim mit bengalischen Wurzeln aus Rom, verdient sein Geld als Aufseher in einem Museum, nebenbei ist er Kopf einer Rockband. Während eines Konzerts lernt er Asia kennen, eine junge Frau aus einer Künstlerfamilie, die völlig anders tickt.


Samstag, 07.11. 18:00 Uhr, Montag, 09.11. 18:00 Uhr, Samstag, 14.11. 18:00 Uhr

LA DEA FORTUNA (Die Göttin Fortuna)

Italien 2019, ital. O.m.U., 118 Min.
Regie: Ferzan Özpetek
Darsteller: Stefano Accorsi, Edoardo Leo, Jasmine Trinca, Serra Yilmaz, Filippo Nigro

Zwischen Alessandro und Arturo kriselt es. In ihren Alltag kommt Bewegung, als plötzlich Alessandros frühere Freundin Annamaria auftaucht und ihre beiden Kinder bei ihnen unterbringt. Die Göttin Fortuna mischt die Karten neu. Eine warmherzige Komödie!


Sonntag, 08.11. 18:00 Uhr, Donnerstag, 12.11. 18:00 Uhr

IL COLPO DEL CANE (Der ganz große Coup)

Italien 2019, ital. O.m.U., 93 Min.
Buch und Regie: Fulvio Risuleo
Darsteller: Edoardo Pesce, Silvia D’Amico, Daphne Scoccia, Anna Bonaiuto

Rana und Marti sind pleite und lassen sich von einer reichen alten Dame engagieren, um am Wochenende auf ihren Hund Ugo aufzupassen. Beim ersten Spaziergang taucht ein Mann auf, der sich als Tierarzt vorstellt und die Mädchen zu einem Zusatzgeschäft überredet.


Dienstag, 10.11. 18:00 Uhr, Sonntag, 15.11. 18:00 Uhr

LA SCOMPARSA DI MIA MADRE (Das Verschwinden meiner Mutter)

Italien 2019, ital. O.m.U., 94 Min.
Kamera, Buch und Regie: Beniamino Barrese
Darsteller: Benedetta Barzini, Beniamino Barrese, Lauren Hutton, Michela Rossi

Supermodel, Muse von Warhol und Dalì, engagierte Feministin, Journalistin und Dozentin – Benedetta Barzini hat in ihrem 75 Jahre alten Leben einige Widersprüche verbunden. Dass ihr Sohn jetzt einen Film über sie drehen will, löst eine unerwartete Zusammenarbeit aus.


Mittwoch, 11.11. 18:00 Uhr, Freitag, 13.11. 18:00 Uhr, Mittwoch, 18.11. 18:00 Uhr

IL SINDACO DEL RIONE SANITÀ (Der Bürgermeister)

Italien 2019, ital. O.m.U., 115 Min.
Regie: Mario Martone, nach dem Stück von Eduardo De Filippo
Darsteller: Francesco Di Leva, Massimiliano Gallo, Roberto De Francesco

Antonio Barracano ist der „Bürgermeister“ in Neapels Viertel Sanità, auch wenn er nie gewählt wurde. Er lässt auf eigene Weise Gerechtigkeit walten. Doch eines Tages steht ein junger Mann vor ihm, der seinen Vater umbringen will. Don Antonio gerät an seine Grenzen.



Quelle Bild filmsboutique.com
Voraussichtlich demnächst in Erstaufführung:

THERE IS NO EVIL (Sheytan vojud nadarad)

Iran / Deutschland / Tschechische Republik 2020 | Farsi O.m.U. | 150 Min.
Regie und Buch: Mohammad Rasoulof
Kamera: Ashkan Ashkani
Musik: Amir Molookpour
Darsteller: Ehsan Mirhosseini, Shaghayegh Shourian, Kaveh Ahangar, Alireza Zareparast, Salar Khamseh u.a.

Heshmat, ein vorbildlicher Ehemann und Vater, bricht jeden Morgen sehr früh auf. Wohin fährt er? Pouya kann sich nicht vorstellen, einen anderen Menschen zu töten, trotzdem bekommt er den Befehl. Javad ahnt nicht, dass sein Heiratsantrag nicht die einzige Überraschung für seine Geliebte an ihrem Geburtstag bleiben wird. Bahram ist Arzt, darf aber nicht praktizieren. Als seine Nichte ihn besucht, beschließt er, ihr den Grund für sein Außenseiterdasein zu offenbaren.
Die vier Geschichten, aus denen THERE IS NO EVIL besteht, sind Variationen über die Themen moralische Kraft und Todesstrafe. Sie fragen danach, bis zu welchem Grad individuelle Freiheit unter einem despotischen Regime und scheinbar unentrinnbaren Bedrohungen möglich ist. Mohammad Rasoulof verknüpft sie narrativ nur lose, dennoch sind sie auf unerschütterliche und tragische Art miteinander verbunden. Angesichts der organisierten Unterdrückung scheint es nur eine Wahl zu geben: zwischen Widerstand und Überleben. Trotzdem fordert uns jede der abrupt abbrechenden Geschichten auf, darüber nachzudenken, wie Männer und Frauen auch in solchen Situationen ihre Freiheit behaupten können.
THERE IS NO EVIL ist der Gewinner des Goldenen Bären der Berlinale 2020!





TRIBUTE TO ECM RECORDS
MANFRED EICHER | JEAN-LUC GODARD

„Er sucht, er hört zu, er vernimmt etwas, und dann versucht er auf der ganzen Welt Klanglandschaften zu schaffen, von denen andere Plattenproduzenten nicht einmal eine Ahnung haben.“ (Jean-Luc Godard über Manfred Eicher)

Manfred Eicher wird voraussichtlich bei allen Vorstellungen anwesend sein.


NOUVELLE VAGUE

Godard nimmt die Töne aus der Welt, ziseliert sie, isoliert sie aus ihrem eigentlichen Lebenszusammenhang. Nouvelle Vague erfindet eine konkrete Musik, die sich nicht nach Takten erfassen lässt, spielt mit dem Irrationalen. Könnten wir nicht anerkennen, dass wir aus demselben Material wie die Träume gemacht sind? (Claire Bartoli, Das innere Auge)
Frankreich / Schweiz 1980 | frz. / ital. / engl. O.m.U. | 89 Min. | 35mm
Regie: Jean-Luc Godard Buch: Richard Debuisine, Godard Kamera: William Lubtchansky, Christophe Pollock Musik: Paolo Conte, David Darling, Paul Hindemith, Meredith Monk, Dino Saluzzi, Arnold
Schönberg, Patti Smith Darsteller: Alain Delon, Domiziana Giordano


SOUNDS AND SILENCE

Unterwegs mit Manfred Eicher, der „steht immer abseits des musikalischen Geschehens, aber er ist doch das Zentrum, konzentriert, lauschend, prüfend, unnahbar, manchmal auch ein wenig dämonisch. Er weiß, was er will – und er kriegt es. Ein Sisyphusjob.
Einmal tanzt er spontan mit Arvo Pärt, da müssen wir uns ihn als einen glücklichen
Menschen vorstellen.“ (Fritz Göttler)
Schweiz 2009 | 87 Min.
Regie und Kamera: Peter Guyer, Norbert Wiedmer Musik: Arvo Pärt, Anouar Brahem, Eleni Karaindrou, Jan Garbarek, Dino Saluzzi, Anja Lechner, Gianluigi Trovesi, Marilyn Mazur, Nik Bärtsch, Kim Kashkashian

THE OLD PLACE

Ursprünglich eine Auftragsarbeit des Museum of Modern Art, wird dieser filmische Essay über die Rolle der Kunst im ausgehenden 20. Jahrhundert zu einer tiefgründigen Erforschung der menschlichen Natur, der Zeit selbst und des gegenwärtigen kulturellen Klimas der Welt.
Schweiz / USA 1999 | frz. / engl. O.m.U. | 47 Min.
Konzept und Realisation: Jean-Luc Godard, Anne-Marie Miéville


HOLOZÄN

Elementares Kino, ein alter Mann in seinem einsamen Haus in den Tessiner Bergen, ohne Kontakt zu Anderen, nur Meer und Berge, Steine und Schlamm, in kalte, klare Bilder gefasst. Erland Josephson ist der alte Mann, Herr Geiser, störrisch, verwittert, murmelnd, den Körper ertüchtigend. „Was heißt Holozän? Die Natur braucht keinen Namen, das weiß Herr Geiser. Die Gesteine brauchen sein Gedächtnis nicht.“ (Fritz Göttler)
Schweiz / Deutschland 1992 | 95 Min. | 35mm
Regie und Buch: Heinz Bütler, Manfred Eicher (in Zusammenarbeit mit Max Frisch, nach dessen Erzählung „Der Mensch erscheint im Holozän“) Kamera: Giorgos Arvanitis Musik: Johann Sebastian Bach, Béla Bartók, Dimitri Schostakowitsch, Jan Garbarek, Keith Jarrett Darsteller: Sophie Duez, Erland Josephson


LE LIVRE D’IMAGE

„Erinnerst Du Dich noch daran, wie wir vor langer Zeit unsere Gedanken trainiert haben? Meistens gingen wir von einem Traum aus… Wir fragten uns, wie in völliger Dunkelheit Farben von solcher Intensität in uns entstehen konnten.“ (Jean-Luc Godard)
Schweiz 2018 | frz. / engl. / russ. / arab. O.m.U. | 85 Min.
Regie und Buch: Jean-Luc Godard Kamera: Fabrice Aragno, Jean-Paul Battaggia, Godard Musik: Editions ECM