LA MALA EDUCACIÓN (SCHLECHTE ERZIEHUNG)

Spanien 2004 | spanisch O.m.U. | 102 Min.
Regie und Buch: Pedro Almodóvar
Kamera: José Luis Alcaine
Musik: Alberto Iglesias
Darsteller: Gael García Bernal, Fele Martínez, Daniel Giménez-Cacho, Javier Cámara, Lluis Homar, Francisco Boira, Francisco Maestre, Juan Fernández, Ignacio Pérez

In unserer Sonntagsmatinee am 18.08.2019 um 11:00 Uhr zeigen wir mit LA MALA EDUCACIÓN einen ebenfalls sehr persönlichen und autobiographisch inspirierten Film von Pedro Almodóvar als eine Ergänzung zu seinem aktuellen Film LEID UND HERRLICHKEIT.

LA MALA EDUCACIÓN – SCHLECHTE ERZIEHUNG verbindet pittoreske spanische Melodramatik mit dunklen Film-Noir-Klängen, soziale Anklage mit homosexueller Selbstbespiegelung, luzide Reflexionen über den Prozess des Filmemachens mit Gefühl und Humor zu einem raffiniert strukturierten, düsteren Melodram von irritierender Schönheit. Als Eröffnungsfilm der Internationalen Filmfestspiele in Cannes 2004 von der Kritik hochgelobt, stand der Film auch in der Zuschauergunst ganz oben und avancierte auf der iberischen Halbinsel schon nach kurzer Zeit zu einem der bestbesuchten Almodóvar aller Zeiten.
LA MALA EDUCACIÓN – SCHLECHTE ERZIEHUNG wird selbst die wahren Bewunderer Almodóvars überraschen: Denn nicht Frauen, sondern fast ausschließlich Männer sind die Protagonisten des wie eine Babuschka verschachtelten Films und abgesehen von Shooting Star Gael García Bernal (AMORES PERROS) und Fele Martínez (DIE LIEBENDEN DES POLARKREISES) ist es ein Film, der Stars nicht nötig hat. LA MALA EDUCACIÓN – SCHLECHTE ERZIEHUNG ist ein hochspannender Thriller, ein ebenso abgründiges wie betörendes Melodram, in dem sich die Protagonisten ausnahmslos von ihren Leidenschaften leiten lassen – ein echter Almodóvar eben: Schonungslos. Sinnlich. Verstörend. Schön.
In einer Klosterschule zu Beginn der sechziger Jahre entdecken zwei kleine Jungen, Ignacio und Enrique, die Liebe, das Kino und die Angst. Padre Manolo, ihr Schulleiter und Literaturlehrer, ist Zeuge dieser Entdeckungsreise und wird mehr und mehr zu ihrem Teilnehmer. Unter seiner Führung überschreitet die ungleiche Dreiergruppe Grenzen und dringt in ein düsteres, verbotenes Gebiet vor…
Noch zweimal, Mitte der siebziger und in den achtziger Jahren, treffen die drei Personen aufeinander. Bei ihrem Wiedersehen brechen alte Wunden auf. Die schonungslose Konfrontation mit der Vergangenheit greift in dramatischer Weise erneut in ihr Leben ein.

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