TRIBUTE TO ECM RECORDS MANFRED EICHER | JEAN-LUC GODARD

„Er sucht, er hört zu, er vernimmt etwas, und dann versucht er auf der ganzen Welt Klanglandschaften zu schaffen, von denen andere Plattenproduzenten nicht einmal eine Ahnung haben.“ (Jean-Luc Godard über Manfred Eicher)

Manfred Eicher wird voraussichtlich bei allen Vorstellungen anwesend sein.


Sonntag, 5. April, 11.00 Uhr (Matinée):
NOUVELLE VAGUE

Godard nimmt die Töne aus der Welt, ziseliert sie, isoliert sie aus ihrem eigentlichen Lebenszusammenhang. Nouvelle Vague erfindet eine konkrete Musik, die sich nicht nach Takten erfassen lässt, spielt mit dem Irrationalen. Könnten wir nicht anerkennen, dass wir aus demselben Material wie die Träume gemacht sind? (Claire Bartoli, Das innere Auge)
Frankreich / Schweiz 1980 | frz. / ital. / engl. O.m.U. | 89 Min. | 35mm
Regie: Jean-Luc Godard Buch: Richard Debuisine, Godard Kamera: William Lubtchansky, Christophe Pollock Musik: Paolo Conte, David Darling, Paul Hindemith, Meredith Monk, Dino Saluzzi, Arnold
Schönberg, Patti Smith Darsteller: Alain Delon, Domiziana Giordano


Sonntag, 12. April, 11.00 Uhr (Matinée):
SOUNDS AND SILENCE

Unterwegs mit Manfred Eicher, der „steht immer abseits des musikalischen Geschehens, aber er ist doch das Zentrum, konzentriert, lauschend, prüfend, unnahbar, manchmal auch ein wenig dämonisch. Er weiß, was er will – und er kriegt es. Ein Sisyphusjob.
Einmal tanzt er spontan mit Arvo Pärt, da müssen wir uns ihn als einen glücklichen
Menschen vorstellen.“ (Fritz Göttler)
Schweiz 2009 | 87 Min.
Regie und Kamera: Peter Guyer, Norbert Wiedmer Musik: Arvo Pärt, Anouar Brahem, Eleni Karaindrou, Jan Garbarek, Dino Saluzzi, Anja Lechner, Gianluigi Trovesi, Marilyn Mazur, Nik Bärtsch, Kim Kashkashian

THE OLD PLACE

Ursprünglich eine Auftragsarbeit des Museum of Modern Art, wird dieser filmische Essay über die Rolle der Kunst im ausgehenden 20. Jahrhundert zu einer tiefgründigen Erforschung der menschlichen Natur, der Zeit selbst und des gegenwärtigen kulturellen Klimas der Welt.
Schweiz / USA 1999 | frz. / engl. O.m.U. | 47 Min.
Konzept und Realisation: Jean-Luc Godard, Anne-Marie Miéville


Sonntag, 19. April, 11.00 Uhr (Matinée):
HOLOZÄN

Elementares Kino, ein alter Mann in seinem einsamen Haus in den Tessiner Bergen, ohne Kontakt zu Anderen, nur Meer und Berge, Steine und Schlamm, in kalte, klare Bilder gefasst. Erland Josephson ist der alte Mann, Herr Geiser, störrisch, verwittert, murmelnd, den Körper ertüchtigend. „Was heißt Holozän? Die Natur braucht keinen Namen, das weiß Herr Geiser. Die Gesteine brauchen sein Gedächtnis nicht.“ (Fritz Göttler)
Schweiz / Deutschland 1992 | 95 Min. | 35mm
Regie und Buch: Heinz Bütler, Manfred Eicher (in Zusammenarbeit mit Max Frisch, nach dessen Erzählung „Der Mensch erscheint im Holozän“) Kamera: Giorgos Arvanitis Musik: Johann Sebastian Bach, Béla Bartók, Dimitri Schostakowitsch, Jan Garbarek, Keith Jarrett Darsteller: Sophie Duez, Erland Josephson


Sonntag, 26. April, 11.00 Uhr (Matinée):
LE LIVRE D’IMAGE

„Erinnerst Du Dich noch daran, wie wir vor langer Zeit unsere Gedanken trainiert haben? Meistens gingen wir von einem Traum aus… Wir fragten uns, wie in völliger Dunkelheit Farben von solcher Intensität in uns entstehen konnten.“ (Jean-Luc Godard)
Schweiz 2018 | frz. / engl. / russ. / arab. O.m.U. | 85 Min.
Regie und Buch: Jean-Luc Godard Kamera: Fabrice Aragno, Jean-Paul Battaggia, Godard Musik: Editions ECM