Französische Filmwoche

 

Eröffnungsfilm, Mittwoch, 24. November 2021, 18:00 Uhr

LES AMOURS D`ANAÏS (Der Sommer mit Anaïs)

Frankreich 2021 | 98 Min. | frz. O.m.U.
Regie & Buch: Charline Bourgeois-Tacquet
Musik: Nicola Piovani
Kamera: Noé Bach
DarstellerInnen: Anaïs Demoustier, Valeria Bruni Tedeschi, Denis Podalydès

Anaïs ist 30 Jahre alt und hat zu wenig Geld. Sie hat einen Freund, den sie nicht sicher liebt. Sie trifft Daniel, dem sie sofort gefällt. Aber Daniel lebt mit Émilie zusammen… die auch Anaïs gefällt. LES AMOURS D`ANAÏS ist die Geschichte einer modernen Heldin, die unruhig und energisch ihren Weg sucht. Elegant und phantasievoll inszeniert Regisseurin Charline Bourgeois-Tacquet eine junge Frau in all ihrer Komplexität an einem Wendepunkt ihres Lebens, und spielt dabei mit den Grenzen von Fakt und Fiktion. Im Geiste von Maurice Pialat, Woody Allen und Éric Rohmer erzählt der Film eine sinnliche Liebesgeschichte mit den Schauspielgrößen Anaïs Demoustier, Valeria Bruni Tedeschi und Denis Podalydès. Das unwiderstehliche Debüt eröffnete die Sémaine de la Critique in Cannes 2021. Eine wundervolle Ode an das Weibliche, die begeistert. „Eine Seifenblase der ausgelassenen Freude“ELLE


Donnerstag, 25. November 2021, 18:00 Uhr

LA FRACTURE

Frankreich 2021 | 98 Min. | frz. O.m.U.
Regie: Catherine Corsini
Buch: Catherine Corsini, Laurette Polmanss, Agnès Feuvre
Kamera: Jeanne Lapoirie
Musik: Robin Coudert
DarstellerInnen: Valeria Bruni Tedeschi, Marina Foïs, Pio Marmaï, Aïssatou Diallo Sagna

Raphaëlle und Julie, ein Paar am Rande der Trennung, finden sich in der Notaufnahme eines Krankenhauses wieder, nachdem Raphaëlle sich einen komplizierten Armbruch zugezogen hat. Ihre Begegnung mit Yann, einem verletzten und wütenden Demonstranten, stellt ihre gegenseitigen Vorurteile und Sicherheiten infrage. Währenddessen steigt der Druck auf die Einrichtung: Das Krankenhaus muss seine Türen schließen, es fehlt an Personal. Die Nacht wird lang.
Catherine Corsini (LA BELLE SAISON – EINE SOMMERLIEBE) führt in ihrem neuen Film das Private und das Politische zusammen; dem Bruch des gesellschaftlichen Zusammenhalts setzt sie als Heilmittel Solidarität und Humor entgegen. Die umwerfenden SchauspielerInnen Valeria Bruni Tedeschi (SOMMER 85), Marina Foïs und Pio Marmaï spielen neben großartigen Laiendarstellern. LA FRACTURE ist gleichzeitig Boulevardkomödie, Sozialchronik und Drama, wie es aktueller nicht sein könnte.


Freitag, 26. November 2021, 18:00 Uhr
Regisseur Bruno Dumont ist zu Gast mit Filmgespräch im Anschluss.

FRANCE

Frankreich, Deutschland, Italien, Belgien 2021 | 134 Min. | frz. O.m.U.
Regie & Buch: Bruno Dumont
Musik: Christophe
Kamera: David Chambille
DarstellerInnen: Léa Seydoux, Benjamin Biolay, Blanche Gardin, Juliane Köhler

Starjournalistin France de Meurs ist schwer beschäftigt mit ihrem Leben als Talkshow-Moderatorin, Kriegsreporterin, Mutter und Ehefrau. In ihrer narzisstischen Art inszeniert sie zynisch die Wirklichkeit. Nach einem Autounfall, bei dem sie einen Rollerfahrer verletzt, gerät ihre wohlgeordnete Welt außer Kontrolle. France steht nun selbst im Zentrum des Skandals und fällt in eine existentielle Krise. Wie kann sie mit einer Realität leben, in der sie die Erzählung nicht kontrollieren kann?
FRANCE ist eine geistreiche, tiefschwarze Komödie über die Medienwelt und ein Melodram über das aufgewühlte Innenleben einer Frau, die möglicherweise keines hat. Starschauspielerin Léa Seydoux (DIE GESCHICHTE MEINER FRAU, NO TIME TO DIE) beweist im neuen Film des preisgekrönten Regisseurs Bruno Dumont (DIE FEINE GESELLSCHAFT) ihr großartiges Talent. Daneben glänzen Juliane Köhler und Benjamin Biolay. „Kompromisslos und intensiv!“ The Hollywood Reporter


Samstag, 27. November 2021, 18:00 Uhr

TRALALA

Frankreich 2020 | 120 Min. | frz. m. engl. UT
Regie & Buch: Arnaud Larrieu & Jean-Marie Larrieu
Kamera: Jonathan Ricquebourg
Musik: Philippe Katerine, Dominique A, Bertrand Belin, Jeanne Cherhal, Etienne Daho u.a.
DarstellerInnen: Mathieu Amalric, Mélanie Thierry, Josiane Balasko, Maïwenn

Tralala, ein 40-jähriger Straßenmusiker in Paris, trifft eines Abends eine junge Frau, die ihm eine kryptische Nachricht übergibt, bevor sie verschwindet: „Vor allem: Seien Sie nicht Sie selbst.“ Hat Tralala geträumt? Er verlässt Paris und reist nach Lourdes, um die Frau wiederzufinden, in die er sich verliebt hat. Sie erkennt ihn nicht, aber eine emotionale 60-Jährige glaubt, in ihm ihren verlorenen Sohn Pat zu erkennen, der vor 20 Jahren in den USA verschwunden ist. Tralala entscheidet sich, die „Rolle“ von Pat anzunehmen. Er entdeckt eine neue Familie und findet das Talent, das er niemals hatte. Ein unvorhersehbares und melancholisches Musical, das großen Spaß macht. Eine Fantasie mit französischen Chansons, die das Wunder eines neuen Lebens feiert. Mathieu Amalric (EIN BECKEN VOLLER MÄNNER), Mélanie Thierry und Josiane Balasko verzaubern in dieser einzigartigen Komödie. „TRALALA ist ein Film der Gnade.” Les Inrockuptibles


Sonntag, 28. November 2021, 11:00 Uhr

LA SIRÈNE DU MISSISSIPI (Das Geheimnis der falschen Braut)

Frankreich/Italien 1969 | 121 Min. | frz. O.m.U.
Regie: François Truffaut
Buch: François Truffaut, nach dem Roman von Cornell Wollrich
Kamera: Denys Clerval
Musik: Antoine Duhamel
DarstellerInnen: Jean-Paul Belmondo, Catherine Deneuve, Michel Bouquet

Louis Mahé, ein reicher Tabakindustrieller aus La Réunion, lernt über eine Heiratsanzeige die Französin Julie Roussel kennen. Als sie an Bord der Mississipi auf der Insel ankommt, erkennt Louis sie zunächst nicht – sie ist viel hübscher als auf den Fotos. Er verfällt ihrer Schönheit jedoch sofort und sie heiraten. Kurz nach der Hochzeit verschwindet Julie spurlos. Louis setzt alle Hebel in Bewegung, um sie wieder zu finden, und gerät dabei immer tiefer in einen Strudel aus Leidenschaft und dunklen Geheimnissen. Die beiden Schauspielikonen Catherine Deneuve und Jean-Paul Belmondo brillieren in diesem packenden Thriller um eine Amour fou. François Truffaut hat mit LA SIRÈNE DU MISSISSIPI ein Meisterwerk des Film Noir geschaffen: Wir zeigen den Klassiker als Hommage an den im September verstorbenen Jean-Paul Belmondo (1933-2021), der hier in einer seiner beeindruckendsten und komplexesten Rollen zu sehen ist.


Sonntag, 28. November 2021, 18:00 Uhr

TOM MEDINA

Frankreich, Schweiz 2021 | 100 Min. | frz. O.m.U.
Regie & Buch: Tony Gatlif
Kamera: Patrick Ghiringhelli
Musik: Karoline Rose Sun, Nicolas Reyes, Manero, Delphine Mantoulet, Tony Gatlif
DarstellerInnen: David Murgia, Slimane Dazi, Suzanne Aubert

Ein Jugendgericht schickt Tom Medina in den tiefen Süden der Camargue zu Ulysse, einem Mann mit großem Herzen, der auf seinem Hof straffällige Jugendliche aufnimmt. Ulysse lebt im Einklang mit der Natur und trauert um seinen verschwundenen Sohn. Von Visionen heimgesucht und fasziniert von den Stieren und Pferden, will Tom unter seinen Fittichen das Stehlen aufgeben und ein Anderer werden. Dann trifft er auf Suzanne, die auf der Suche nach ihrer Tochter ist.
Wer ist Tom Medina? Eine Vater-Sohn-Geschichte mit skurrilem Humor, die zum Klang der provenzalischen Dichtung ihren Sog entwickelt. Die mitreißende Musik aus Flamenco und Rock erzählt von der Suche nach Zugehörigkeit. In großartigen Bildern erweckt der Film die einmalige raue Natur der Camargue und Provence zum Leben und lässt Toms Odyssee in einem mythischen Licht erscheinen. Der neue Film des preisgekrönten Regisseurs Tony Gatlif (DJAM) feierte seine Premiere in Cannes.


Montag, 29. November 2021, 18:00 Uhr

LES AMANTS DU PONT NEUF (Die Liebenden von Pont Neuf)

Frankreich 1991 | 121 Min. | 35mm | frz. O.m.U.
Regie & Buch: Leos Carax
Kamera: Jean-Yves Escoffier
DarstellerInnen: Juliette Binoche, Denis Lavant

Mit Michèle und Alex hat es das Leben in letzter Zeit nicht gut gemeint. Alex ist obdachlos. Michèle droht aufgrund einer schweren Krankheit zu erblinden. Die Pont-Neuf ist für die beiden Außenseiter ein Fluchtpunkt aus der bürgerlichen Normalität, in der sie keinen festen Platz mehr haben. Hier können sie ihre Freiheit ausleben: Sie als Malerin, er als Feuerschlucker. Zwischen beiden entwickelt sich eine leidenschaftliche Beziehung. Doch eines Tages gerät ihre Liebe in Gefahr: Alex entdeckt in den Metroschächten Plakate, die eine Möglichkeit für die Heilung von Michèles Krankheit in Aussicht stellen.
Pont-Neuf, die Métro und der Louvre sind die Schauplätze dieser hinreißenden Liebesgeschichte. Juliette Binoche wurde für ihre Rolle mit dem Europäischen Filmpreis ausgezeichnet. Einer unserer Lieblingsfilme von Leos Carax (ANNETTE), ein „surrealer Kino-Traum von unglaublicher Schönheit“ Filmdienst


Dienstag, 30. November 2021, 18:00 Uhr

GAGARINE

Frankreich 2020 | 97 Min. | frz. O.m.U.
Regie: Fanny Liatard, Jérémy Trouilh
Buch: Fanny Liatard, Jérémy Trouilh, Benjamin Charbit
Kamera: Victor Seguin
Musik: Evgueni & Sacha Galperine, Amine Bouhafa
DarstellerInnen: Alséni Bathily, Lyna Khoudri, Finnegan
Oldfield, Denis Lavant

Der 16-jährige Youri hat sein ganzes Leben in der Cité Gagarine verbracht, einer Hochhaussiedlung in der Banlieue von Paris. Der begabte Bastler ist begeisterter Raumfahrtfan: Wie der Namensgeber seines Viertels träumt er davon, ins All zu fliegen. Als das vernachlässigte Viertel abgerissen werden soll, beginnt Youri mit seinen Freunden Houssam und Diana die kaputte Technik in den Häusern zu reparieren; denn wenn das Viertel funktioniert, kann es nicht abgerissen werden, oder?
GAGARINE ist ein zauberhaftes und bewegendes Debüt, ein visuelles Gedicht. Ohne zu romantisieren, wirft der Film einen neuen Blick auf die Banlieue.
Wie seine Helden bringt er mit unglaublicher Kreativität, Verspieltheit und magischem Realismus die grauen Siedlungen zum Leuchten und die Zuschauer zum Träumen. Eine Entdeckung der Filmfestspiele Cannes!


Mittwoch, 01. Dezember 2021, 18:00 Uhr

LES OLYMPIADES (Wo in Paris die Sonne aufgeht)

Frankreich 2021 | 105 Min. | frz. O.m.U.
Regie: Jacques Audiard
Buch: Céline Sciamma, Léa Mysius, Jacques Audiard
Musik: Rone
Kamera: Paul Guilhaume
DarstellerInnen: Noémie Merlant, Makita Samba, Lucie Zhang, Jehnny Beth

Paris, 13. Arrondissement, im pulsierenden Viertel Les Olympiades. Hier kreuzen sich die Wege von Émilie, Nora, Amber und Camille. Drei Frauen und ein Mann, die versuchen, neu zu bestimmen, was Liebe heute ist.
Die Nouvelle Vague steht Pate für diesen neuen Film von Jacques Audiard (DER GESCHMACK VON ROST UND KNOCHEN), der das Drehbuch zusammen mit Céline Sciamma (PORTRÄT EINER JUNGEN FRAU IN FLAMMEN) und Léa Mysius (AVA) verfasste. Der Film basiert auf zwei Graphic Novels des New Yorker Cartoonisten Adrian Tomine. In „wildpoetischen Schwarz-Weiß-Bildern“ (Filmfest Hamburg) erscheint das Paris unserer Zeit in einem völlig neuen Licht. LES OLYMPIADES wurde auf den Filmfestspielen in Cannes 2021 für die Goldene Palme nominiert. „Romanesk, romantisch, am Puls der Zeit, aber auch mit Verbindungen zur Vergangenheit: Les Olympiades ist Liebe auf den ersten Blick.“ Premiere