MONTE GRANDE – Was ist Leben?

Real Fiction - Monte Grande - Was ist Leben?)

Real Fiction - Monte Grande - Was ist Leben?)

Schweiz 2004 – engl./fzr./span./dt. O.m.U. – 80 Min. – Buch und Regie: Franz Reichle mit Francisco Varela (1946-2001). – Mit H.H. Tenzin Gyatso 14. Dalai Lama, JeanPierre Dupuy, Amy Cohen Varela, Heinz von Foerster, Samy Frenk, Joan Halifax, Anne Harrington, Aida Inzunza, Antoine Lutz, Humberto Maturana, Miruska Milicic, Hans Ulrich Obrist, Leonor Palma, Evan Thompson, William Irwin Thompson, Christian Valdez, Gabriel Varela, Javier Varela, Leonor Varela, Raoul Varela, Alejandra Vega.

 Wie können Körper und Geist als ganzheitliches Wesen existieren? Der chilenische Neurobiologe Francisco Varela beschäftigte sich von seiner Kindheit bis zu seinem frühzeitigen Tod mit dieser Frage. Drei Kernthemen prägen den Film: die Beziehung zwischen Körper und Geist (Verkörperung), der Sinn persönlicher Verantwortung (Autonomie) und die Spiritualität. Die Struktur des Films basiert auf Varelas nichtIinearem Denken und fokussiert auf Autopoiesis, Ethik, Bewusstsein, Meditation und Sterben. Erzählt und reflektiert wird von ihm selbst, von seinen Familienangehörigen, von führenden Wissenschaftern, engsten Freunden und Denkern wie dem Dalai Lama, Heinz von Foerster, Evan Thompson, Anne Harrington Humberto Maturana und anderen.

Der Film Monte Grande – what is life? entwickelte sich direkt aus der Arbeit an meinem letzten Film Das Wissen vom Heilen heraus. Durch die Beschäftigung mit Gesundheit und Krankheit aus tibetisch-medizinischer und buddhistisch-philosophischer Sichtweise heraus entdeckte ich ganz neue Dimensionen von dem, was Leben ist oder sein könnte, und wo es für uns sinnvoll wäre, für einmal genauer hinzuschauen. Mich interessierte die Verbindung und Interaktion zwischen Körper und Geist durch das Bewusstsein. Und mich faszinierte zugleich die Ethik, die Haltung, die Verantwortung und der Respekt für andere, die ich bei den Ärzten von Das Wissen vom Heilen so deutlich und heilsam erfuhr. Ich wollte daran weiter forschen. Ich stellte mir vor, im Kino in den Genuss von Bildern und Tönen zu kommen, die, unkommentiert, das Leben reich uns sinnvoll erscheinen lassen; man sollte auf fundierte, unesoterische, faktische Weise angeregt werden, sich mit Phänomenen wie der Beziehung von Geist und Körper, der Spiritualität, oder dem Sterben zu befassen.

Website zum Film