ELLE

elleFrankreich 2016 | frz. O.m.U. | 130 Min.
Regie: Paul Verhoeven
Kamera: Stéphane Fontaine
Buch: David Birke
Musik: Anne Dudley
Darsteller: Isabelle Huppert, Laurent Lafitte,
Anne Consigny, Christian Berkel, Charles Berling

Michèle, Chefin einer erfolgreichen Firma, wirkt wie eine Frau, der nichts etwas anhaben kann. Unnahbar führt sie mit der gleichen Präzision und Kalkül ihre Firma wie ihr Liebesleben. Als Michèle eines Tages in ihrem Haus von einem Unbekannten angegriffen und vergewaltigt wird, scheint sie das Vorgefallene zunächst kalt zu lassen. Doch ihr Leben ist über Nacht ein anderes geworden. Resolut spürt sie den Angreifer auf und verstrickt sich mit ihm in ein gefährliches Spiel aus Neugier, Anziehung und Rache. Es ist ein Spiel, das jederzeit außer Kontrolle geraten kann …
Mit Ende Siebzig ist Paul Verhoeven (BASIC INSTINCT) nach mehr als 15 Jahren zum Genrefilm zurückgekehrt – und hat für Elle nach einer gefeierten Weltpremiere in Cannes die vielleicht besten Kritiken seiner langen Karriere bekommen. Ausgerechnet für einen Rape-Revenge-Thriller, der provokant mit Opfer- und Täterrollen spielt, trotz des Themas erstaunlich humorvoll ist und auf jegliche Moralisierung verzichtet. Das verdankt Verhoeven nicht zuletzt Isabelle Huppert, die einer fast unspielbaren Rolle absolute Glaubwürdigkeit verleiht. Warum geht sie nicht zur Polizei? Wer ist der Angreifer? Ist er Teil eines Spiels, einer sexuellen Fantasie? Die Antworten werden jeden Zuschauer überraschen.
Elle wurde von Frankreich für die Kategorie „Bester fremdsprachiger Film“ als Oscar-Beitrag 2017 ausgewählt und ist in mehreren Kategorien für den Europäischen Filmpreis nominiert. Isabelle Huppert erhielt soeben eine Oscarnominierung als Beste Hauptdarstellerin 2017.
Grundlage für das Drehbuch war der preisgekrönte Roman „Oh …“ von Philippe Djian.