GABRIELLE (Gabrielle – Liebe meines Lebens)

Concorde - Gabrielle - Liebe meines Lebens

Concorde - Gabrielle - Liebe meines Lebens

Frankr./Italien 2005 – frz. O.m.U. – 90 Min. – Kamera: Eric Gautier – Musik: Fabio Vacchi, Giuseppe Verdi mit dem Mailänder Symphonieorchester unter Claire Gibault – Buch: Patrice Chéreau, Anne-Louise Trividic, nach der Erzählung „Die Rückkehr“ von Joseph Conrad – Regie: Patrice Chéreau. – Mit Isabelle Huppert, Pascal Greggory, Claudia Coli, Thierry Hancisse, Chantal Neuwirth, Thierry Fortineau, Louise Vincent, Rinaldo Rocco.
Offizieller Wettbewerbsbeitrag der Filmfestspiele Venedig 2005. Spezial-Löwe in Venedig an Isabelle Huppert für die schauspielerische Leistung in ihrem Gesamtwerk.

Paris um 1912. In der prächtigen Kulisse ihrer Stadtvilla hat sich ein vermögendes Ehepaar in seiner Beziehung eingerichtet – ohne tiefe Gefühle, dafür mit vielen gesellschaftlichen Verpflichtungen und glänzenden Empfängen. Das geht solange gut, bis die Frau eines Tages beschließt, ihren Mann für einen Liebhaber zu verlassen – und dann, nur wenige Stunden später, diese Entscheidung revidiert und zurückkehrt. Der Mann ist fassungslos, die Frau bleibt scheinbar kühl. Es beginnt ein intimes Duell der Körper, der Herzen und der Seelen, mit dem Patrice Chéreau ähnlich provozierend die gesellschaftlichen Konventionen dieser Zeit beleuchtet, wie er vor einigen Jahren in seinem erfolgreichen Film Intimacy den Bereich der Sexualität auslotete.

„Ich würde mir wünschen, dass Gabrielle nicht als ein Film über eine Frau jener Epoche um 1912 gesehen wird, sondern als einer mit universeller Aussage: diese Frau, die in ihr Heim zurückkehrt, weil die Liebe dort nicht wohnt, dieser Mann, der es verlässt, weil es immer ohne Leben gewesen ist. Indem wir diese Abendgesellschaften, diese saturierte Weit voller Verpflichtungen, Konventionen und sinnlosem Geschwätz mit der Kamera einfangen, verstehen wir, was die Verrücktheit dieses Mannes, die Unabhängigkeit dieser Frau mit uns zu tun haben.“ Patrice Chéreau

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