MATINEENPROGRAMM: „CARAVAGGIO UND DAS KINO“

Im offiziellen Rahmenprogramm der Ausstellung UTRECHT, CARAVAGGIO UND EUROPA, Alte Pinakothek 17. April bis 21. Juli 2019, präsentiert KINO DER KUNST im Theatiner Film in Kooperation mit der Alten Pinakothek ein Programm aus vier Sonntagsmatineen mit Kinoklassikern und Künstlerfilmen sowie speziellen Einführungen.
div> 

 
 

Sonntag, 19. Mai, 11:00 Uhr
Einführung: Susanne Hoppe, Bayerische Staatsgemäldesammlungen und Heinz Peter Schwerfel, Kino der Kunst

Paolo Sorrentino: LA GRANDE BELLEZZA
Luca Trevisani: SUDAN

Paolo Sorrentino LA GRANDE BELLEZZA:
Italien / Frankreich 2013 | ital. O.m.U. | 141 Min.
Buch und Regie: Paolo Sorrentino
Kamera: Luca Bigazzi
Musik: Lele Marchitelli
Darsteller: Toni Servillo, Carlo Verdone, Sabrina Ferilli
Luca Trevisani SUDAN:
Italien 2016 | ohne Dialoge | 15 Min.

Viel Schönheit, aber auch ästhetische Innovation und reichlich Nostalgie: Paolo Sorrentino gelang mit seinem Oscar-Gewinner, einer die ‚ewigen Stadt‘ beschwörenden Hommage an Fellinis ‚Dolce Vita‘ und ‚Roma‘, eine Mischung aus Zynismus und Zärtlichkeit, mit spektakulären Kamerafahrten und magischen Momenten. Ebenfalls zärtlich, aber keinesfalls zynisch die Hommage von Luca Trevisani an das letzte weisse Rhinozeros Nordafrikas, den von schwerbewaffneten Rangers bewachten Sudan, den der Künstler mit Stoffbahnen umgibt, als könne er ihn so vor dem drohenden Tod schützen.



Sonntag, 26. Mai
Einführung: Bernd Ebert, Bayerische Staatsgemäldesammlungen

David Lynch: BLUE VELVET
Julian Rosefeldt: DEEP GOLD

DEEP GOLD: Deutschland 2014 | 18 Min.
BLUE VELVET: USA 1986 | amerikanisch O.m.U. | 120 Min.

Student Jeffrey Beaumont (Kyle MachLachlan) fährt in seine idyllische Heimatstadt Lumberton, um seinen erkrankten Vater in dessen Laden zu vertreten. Als er über eine Wiese spaziert, findet er ein abgeschnittenes menschliches Ohr. Der örtliche Polizeileutnant will den Fall nicht weiterverfolgen, doch Beaumont bekommt von seiner Tochter einen Tipp, die Clubsängerin Dorothy Vallens (Isabella Rosselini) habe mit dem Fall zu tun. Er bricht abends in Vallens Wohnung ein, als er sie bei der Arbeit glaubt… Eine surrealistische Wirklichkeit, die alle Albträume übertrifft, im Kultfilm von David Lynch, während in Rosefeldts DEEP GOLD, einer möglichen Fortsetzung von Buñuels L‘ÂGE D‘OR‘, der Traum die Wirklichkeit kurzschliesst – Avantgarde und Apokalypse gehen Hand in Hand.


Sonntag, 2. Juni
Einführung: Lars Zieke, Bayerische Staatsgemäldesammlungen

Alfred Hitchcock PSYCHO
Björn Melhus DAS BADEZIMMER

DAS BADEZIMMER: Deutschland 2011 | 5 Min.
PSYCHO: USA 1960 | engl. O.m.U. | 109 Min.

Marion Crane ist ihre Routine leid: Arbeit im Büro, eiliger Sex mit dem Liebhaber Sam in der Mittagspause, Langeweile in der Provinzstadt Phoenix. Als ihr Chef ihr an einem Freitag eine grössere Menge Geldes anvertraut, bringt sie dieses nicht zur Bank, sondern setzt sich mit dem Auto Richtung Kalifornien ab. Überrascht von einem Unwetter, sucht sie abseits des Highways im Bates Motel Zuflucht, das von einem jungen Mann namens Norman gemanagt wird, der unter der Fuchtel seiner Mutter zu stehen scheint.
Sir Alfred stellt seinen Film selbst vor – in grottigem Deutsch und in Person des Künstlers Björn Melhus, der mit Hitchcocks Stimme durch ein Haus führt…


Sonntag, 9. Juni
Einführung Patrick Kammann, Bayerische Staatsgemäldesammlungen

Friedrich Wilhelm Murnau NOSFERATU
Reynold Reynolds: DIE VERLORENEN


DIE VERLORENEN: Deutschland 2012 | 16 Min.
NOSFERATU: Deutschland 1922 | 94 Min.

Frei nach Bram Stoker’s Klassiker DRACULA erzählt Murnau in diesem berühmtesten aller Horrorfilme vom Notargehilfen Thomas Hutter, jung und glücklich verheiratet mit der schönen Ellen. 1838 muss er nach Transsylvanien reisen, um dort dem geheimnisvollen Graf Orlok ein Stadthaus zu verkaufen. In dessen Schloss entdeckt Orlok ein Bild Ellens. Er kauft das Haus und zieht auf der Suche nach der jungen Frau Richtung Stadt, gefolgt von einer Pestepidemie….
Der in Berlin lebende Künstler Reynold Reynolds, fasziniert vom expressionistischen Schwarzweiss der Stummfilmzeit, hat eine ganze Reihe Szenen aus dem Film DIE VERLORENEN von 1933 angeblich nachgestellt. Sein Kurzfilm handelt davon, wie eine junge Frau, die gerade ermordet wurde, wieder zum Leben erweckt wird.