Vorschau



Ab 17. Oktober in Erstaufführung:

PARASITE (Gisaengchung)

Südkorea 2019 | Koreanisch O.m.U. | 132 min.
Regie: Bong Joon-ho
Buch: Bong Joon-ho, Han Jin Won
Kamera: Hong Kyung-pyo
Musik: Ung Jae Il
Darsteller: Song Kang-ho, Lee Sun-kyun, Cho Yeo-jeong

Familie Kim ist ganz unten angekommen: Vater, Mutter, Sohn und Tochter hausen in einem grünlich-schummrigen Keller, kriechen für kostenloses W-LAN in jeden Winkel und sind sich für keinen Aushilfsjob zu schade. Erst als der Jüngste eine Anstellung als Nachhilfelehrer in der todschicken Villa der Familie Park antritt, steigen die Kims ein ins Karussell der Klassenkämpfe. Mit findigen Tricksereien, bemerkenswertem Talent und großem Mannschaftsgeist gelingt es ihnen, die bisherigen Bediensteten der Familie Park nach und nach loszuwerden. Bald schon sind die Kims unverzichtbar für ihre neuen Herrschaften. Doch dann löst ein unerwarteter Zwischenfall eine Kette von Ereignissen aus, die so unvorhersehbar wie unfassbar sind.
„Einer der besten Filme des diesjährigen Wettbewerbs von Cannes, der
verdient mit der Goldenen Palme ausgezeichnet wurde.“ Programmkino.de



Voraussichtlich ab 24. Oktober in Erstaufführung:

EN LIBERTÉ (Lieber Antoine als gar keinen Ärger)

Frankreich 2018 | frz. O.m.U. | 108 Min.
Regie: Pierre Salvadori
Buch: Pierre Salvadori, Benoît Graffin, Benjamin Charbit
Kamera: Julien Poupard
Darsteller: Adèle Haenel, Pio Marmaï, Audrey Tautou,
Damien Bonnard, Vincent Elbaz

In einem kleinen Städtchen an der französischen Riviera lebt die junge Kommissarin Yvonne, Witwe des örtlichen Polizeichefs Santi, dessen Tugendhaftigkeit nicht so makellos war wie von allen angenommen. Tatsächlich war Santi tief in der südfranzösischen Unterwelt verwurzelt und schickte einst an seiner Stelle den unschuldigen Antoine für acht Jahre ins Gefängnis. Nach Antoines Freilassung möchte Yvonne dem sichtlich derangierten und verwirrten Mann helfen – natürlich ohne ihre Identität preiszugeben. Leider ist sie damit so erfolgreich, dass sich Antoine auf der Stelle in sie verliebt. Und auch Yvonne stellt entsetzt fest, dass ihr Herz für diesen schrägen Typen zu schlagen beginnt. Antoines Rückkehr ins normale Leben verläuft nicht nach Resozialisierungsplan…
Regisseur Pierre Salvadori (BEZAUBERNDE LÜGEN) gelingt großes französisches Komödienkino, das mit einer ganz eigenen Handschrift und den großartigen Schauspielern Adèle Haenel, Pio Marmaï, Audrey Tautou überzeugt.


Voraussichtlich ab 31. Oktober in Erstaufführung:

PORTRAIT DE LA JEUNE FILLE EN FEU (Porträt einer jungen Frau in Flammen)

Frankreich 2019 | frz. O.m.U. | 120 Min.
Regie und Buch: Céline Sciamma
Kamera: Claire Mathon
Musik: Jean-Baptiste de Laubier, Arthur Simonini
Darsteller: Valeria Golino, Adèle Haenel, Noémie Merlant, Luàna Bajrami, Cécile Morel

Ein ungewöhnlicher Auftrag führt die Pariser Malerin Marianne im Jahr 1770 auf eine Insel an der Küste der Bretagne: Sie soll heimlich ein Gemälde von Héloïse anfertigen, die gerade eine Klosterschule für junge Adelige verlassen hat und bald verheiratet werden soll. Héloïse weigert sich, Modell zu sitzen, um gegen die arrangierte Ehe zu protestieren. So beobachtet Marianne Héloïse während ihrer Spaziergänge und malt abends aus dem Gedächtnis heraus ihr Portrait. Langsam wächst eine unwiderstehliche Anziehungskraft…
In wunderschönen Bildern erzählt Céline Sciamma eine feine Liebesgeschichte und formt zugleich ein kraftvolles, modernes Statement zur Situation der Frau mit zwei brillanten Hauptdarstellerinnen Noémie Merlant und Adèle Haenel. Der Publikums- und Kritikerliebling in Cannes, ausgezeichnet für das beste Drehbuch!


Voraussichtlich ab 7. November in Erstaufführung:

FAHIM (Das Wunder von Marseille)

Frankreich 2019 | frz. O.m.U. | 107 Min.
Regie: Pierre François Martin-Laval
Buch: Pierre François Martin-Laval,Thiebault Vanhulle, Philippe Elno
Kamera: Régis Blondeau
Musik: Pascal Lengagne
Darsteller: Isabelle Nanty, Gérard Depardieu, Assad Ahmed,
Mizanur Rahaman

Hals über Kopf muss der achtjährige Fahim aus seiner Heimat Bangladesch fliehen, während seine Mutter und die Geschwister zurückbleiben. Sein Vater Nura und er machen sich auf den beschwerlichen Weg nach Frankreich.
Kaum in Paris angekommen, beginnt erneut ein zermürbender Spießrutenlauf und die ersehnte Aufenthaltsgenehmigung rückt in weite Ferne. Doch dank seiner außerordentlichen Begabung für Schach findet Fahim in Sylvain – einem Schachtrainer – einen Förderer und Freund. Als seinem Vater die Ausweisung droht, hat Fahim nur noch ein Ziel: Er muss die französische Schachmeisterschaft gewinnen, damit ihre Flucht nicht umsonst war.
FAHIM erzählt mit viel Gefühl, aber auch Humor die unglaubliche wahre Geschichte eines Jungen, der für seinen Traum alles gibt. In der Hauptrolle überzeugt der junge Laiendarsteller Assad Ahmed neben Gérard Depardieu (CYRANO DE BERGERAC) und Isabelle Nanty (DIE FABELHAFTE WELT DER AMÉLIE).



Voraussichtlich ab 21. November in Erstaufführung:

TUTTO QUELLO CHE VUOI
(Alles was du willst)

Italien 2017 | ital. O.m.U. | 106 Min.
Regie und Buch: Francesco Bruni
Kamera: Arnaldo Catinari
Musik: Carlo Virzì
Darsteller: Andrea Carpenzano, Giuliano Montaldo,
Donatella Finocchiaro, Arturo Bruni Antonio Gerardi,
Raffaella Lebboroni

Alessandro ist 22 und hängt den ganzen Tag mit seinen Freunden aus dem Viertel rum. Widerwillig nimmt er einen Job an. Er soll den 85jährigen Poeten Giorgio auf Spaziergängen begleiten. Ein Dichter, der von seiner Umwelt längst vergessen worden ist. Die Begegnung mit dem Alten, dem die zunehmende Alzheimer-Krankheit die Klarsicht, aber nicht Würde und Eleganz geraubt hat, verändert Alessandro, ohne dass es ihm und seinen Freunden bewusst wird. Auch nicht, als sie entdecken, dass Giorgio sie zu einem Schatz führen könnte, den US-Soldaten bei Kriegsende in der Toskana versteckt haben sollen.
Francesco Bruni (SCIALLA!) gelingt eine liebevolle und stimmige Komödie. Wunderbar auch die Wiederbegegnung mit Giuliano Montaldo, einem der großen Altmeister des italienischen Kinos, der in der Rolle des Dichters glänzt.
Ausgezeichnet mit zwei italienischen Filmpreisen David di Donatello und dem Publikumspreis der Cinema Italia-Tournee 2018.




Nome di donnaVorankündigung:
Voraussichtlich 5. Dezember in Erstaufführung:

NOME DI DONNA

Italien 2018 | ital. O.m.U. | 90 Min.
Regie: Marco Tullio Giordana
Buch: Marco Tullio Giordana, Cristiana Mainardi
Kamera: Vincenzo Carpineta
Musik: Dario Marianelli
Darsteller: Cristiana Capotondi, Marco Maria Torri,
Bebo Storti, Adriana Asti, Renato Sarti, Anita Kravos, Michela Cescon

Nina, eine junge alleinerziehende Mutter, verliert in Mailand ihren Job als Restauratorin. Sie findet Arbeit im Institut Baratta, einem luxuriösen kirchlichen Pflegeheim in der Lombardei, und taucht dort in eine elegante, fast märchenhafte Welt ein. Doch unter der schönen Oberfläche ist ein düsteres Geheimnis verborgen. Als Nina das entdeckt, ist sie gezwungen, sich gegen ihre Kolleginnen zu stellen. Sie muss sich gegen den Direktor des Instituts behaupten, um ihre Rechte durchzusetzen und ihre Würde zu behalten.
Die herausragende, eindrückliche Erzählung von Marco Tullio Giordana und Cristiana Mainardi schildert das lange unterdrückte Problem der sexuellen Belästigung im Berufsalltag, die Ausnutzung von Führungspositionen, aber auch das Schweigen betroffener Frauen.
Der Mailänder Regisseur ist mit früheren Arbeiten wie CENTO PASSI (HUNDERT SCHRITTE) bereits in Venedig und Cannes ausgezeichnet worden.