Vorschau


Sondervorstellung am Faschingsdienstag 25.02.2020 15:30 Uhr:

ORCHESTERPROBE
D 1933, 22 min.
Regie: Carl Lamac
Darsteller: Karl Valentin, Liesl Karlstadt, Josef Eichheim

Ein legendärer Klassiker des Münchner Duos: Liesl Karlstadt als Kapellmeister mit schief hängender Krawatte und Karl Valentin als unfreiwilliger Paukist ohne Taktgefühl spielen sich mit sprühendem Witz aufeinander ein.
„Der Rhythmus fehlt auch? Den kenn´ich gar nicht. Sein Brudern, glaub´ich, kenn´ich!“

I VITELLONI (Die Müßiggänger)
Italien/ Frankreich 1953, 102 min., ital. OmU
2020 hätten sowohl Federico Fellini als auch Alberto Sordi ihren 100. Geburtstag!

 
 
 

Ab 27.02. in Erstaufführung:

EUFORIA

Italien 2018 | ital. O.m.U. | 110 Min.
Regie: Valeria Golino
Buch: Valeria Golino, Francesca Marciano, Valia Santella
Kamera: Gergely Pohárnok
Musik: Nicola Tescari
Darsteller: Riccardo Scamarcio, Valerio Mastandrea,
Isabella Ferrari, Valentina Cervi, Jasmine Trinca

Matteo ist ein erfolgreicher Unternehmer, der das römische Partyleben liebt und sich gerne im Mittelpunkt sieht. Ganz anders ist sein älterer Bruder Ettore, der noch immer in ihrem kleinen Heimatdorf lebt. Stets von latenten Versagensängsten begleitet, kommt er als Schullehrer über die Runden. Als Ettore von einer ernsten Krankheitsdiagnose getroffen wird, beschliesst Matteo, seinen Bruder für die Dauer der Therapie zu sich nach Rom zu holen. Das ganze Ausmaß der Diagnose, das Matteo vom befreundeten Arzt erfahren hat, verschweigt er seinem Bruder jedoch.
Fünf Jahre nach MIELE erzählt Valeria Golino (als Schauspielerin bekannt aus DIE VERBORGENEN FARBEN DER DINGE, MEINE TOCHTER) in dieser bitter-süssen Tragikomödie vom unsichtbaren Band, das Geschwister miteinander
verbindet. Riccardo Scamarcio (ROT UND BLAU, MÄNNER AL DENTE)
verkörpert Matteo zwischen Verletzlichkeit und Stärke.
EUFORIA lief 2018 in Cannes in der Reihe Un Certain Regard.


Voraussichtlich ab 5. März 2020 in Erstaufführung:

LA VÉRITÉ (Leben und lügen lassen)

Frankreich 2019 | frz. O.m.U. | 107 Min.
Regie und Buch: Hirokazu Kore-Eda
Kamera: Eric Gautier
Musik: Alexei Aigui
Darsteller: Juliette Binoche, Catherine Deneuve, Ethan
Hawke, Clémentine Grenier

Die Memoiren des französischen Filmstars Fabienne lesen sich wie das Tagebuch einer liebevollen Mutter. Fabiennes Tochter Lumir hingegen hat ganz andere Erinnerungen an ihre Kindheit. Als Lumir mit ihrer Familie nach Paris zurückkehrt, konfrontiert sie ihre Mutter mit deren Lebenslügen.
Regie-Ikone Hirokazu Kore-Eda (SHOPLIFTERS) inszeniert großes französisches Schauspielkino. Für den ersten Film, den er außerhalb seines Heimatlandes Japan drehte, vereint er mit Catherine Deneuve (3 HERZEN), Juliette Binoche (SO WIE DU MICH WILLST) und Ethan Hawke ein internationales Starensemble in einem berührenden Film über Glück, Erinnerung, Lügen und Familienkonflikte. Augenzwinkernd spielt Deneuve die Rolle der alternden Diva; die Selbstreferenzen auf das Kino verleihen dem Film einen doppelten Boden. Der Eröffnungsfilm der 76. Filmfestspiele in Venedig!
„Ein Geschenk an das Kino und an das Publikum“ Kino-Zeit


Voraussichtlich ab 5. März 2020 in Erstaufführung:
Am 5. März 2020 Premiere im Rahmen der Kinotour. Mit anschließendem Filmgespräch mit der Regisseurin Halina Dyrschka und Frau Dr. Ursula Ströbele (Studienzentrum zur Kunst der Moderne und Gegenwart des Zentralinstituts für Kunstgeschichte).

JENSEITS DES SICHTBAREN – HILMA AF KLINT

Deutschland 2019 | 93 Min. | Dokumentarfilm
Regie: Halina Dyrschka
Kamera: Alicja Pahl, Luana Knipfer
Musik: Damian Scholl

Die Kunstwelt macht eine sensationelle Entdeckung – nur 100 Jahre zu spät. 1906 malte die schwedische Künstlerin Hilma af Klint ihr erstes abstraktes Bild, lange vor Kandinsky, Mondrian oder Malewitsch. Sie schuf über 1000 abstrakte Gemälde,
die der Nachwelt bis heute verborgen blieben. Wie kann es sein, dass eine Frau Anfang des 20. Jahrhunderts die abstrakte Malerei begründet und niemand Notiz nimmt? Die filmische Annäherung an eine Pionierin, deren sinnliches Oeuvre fasziniert, zeigt eine lebenslange Sinnsuche, die das Leben jenseits des Sichtbaren abbildet. Die außergewöhnliche Gedankenwelt der Künstlerin reicht von Biologie, Astronomie bis hin zur Relativitätstheorie und bildet einen faszinierenden Kosmos.
Heute begeistern ihre Werke Millionen, etwa im Guggenheim Museum New York.„Die Kunstgeschichte muss umgeschrieben werden.“ FAZ


Voraussichtlich ab 5. März in Erstaufführung:

FOR SAMA (Für Sama)

Grossbritannien/ Syrien 2019 | engl./arab. O.m.U. | 95 Min.
Regie & Buch: Waad Al-Kateab, Edward Watts
Kamera: Waad Al-Kateab
Musik: Nainita Desai
Darsteller: Waad Al-Kateab, Hamza Al-Khateab, Sama Al-Khateab

FOR SAMA ist ein Tagebuch und zugleich ein Liebesbrief der jungen Mutter Waad al-Kateab an ihre Tochter Sama. Sie erzählt von ihrem Leben im aufständischen Aleppo, wo sie sich verliebt, heiratet und ihr Kind zur Welt bringt, während um sie herum der verheerende Bürgerkrieg immer größere Zerstörung anrichtet. Waad muss sich entscheiden, ob sie fliehen und ihre Tochter in Sicherheit bringen oder bleiben und den Kampf für die Freiheit weiterführen soll, für den sie schon so viel geopfert hat.
FOR SAMA ist ein zutiefst ergreifender Film aus dem Blickwinkel einer jungen Frau und Mutter, die mit ihrer Kamera über fünf Jahre die Entwicklung des Krieges festgehalten hat. Gerade der Blick aus dem Inneren des Geschehens heraus macht den Film zu einem besonderen Dokument über die Lage in Syrien. Er ist dabei auch ein Plädoyer für unbedingte Menschlichkeit und Solidarität.
Auszeichnung als Bester Dokumentarfilm in Cannes 2019!


Voraussichtlich ab 5. März in Erstaufführung:

PARIS CALLIGRAMMES

Deutschland / Frankreich 2019 | dt. | 129 Min.
Dokumentarfilm
Regie, Buch und Kamera: Ulrike Ottinger
Sounddesign: Detlef Schitto

Die Filmemacherin und Fotografin Ulrike Ottinger lebte in den 1960er-Jahren als junge Malerin in Paris. In PARIS CALLIGRAMMES sucht sie als Flanierende viele Orte auf, die für sie persönlich wie auch für die 60er-Jahre bedeutsam waren. In der von Fritz Picard geführten Librairie Calligrammes trifft sie deutsche und französische Avantgardisten aus Literatur und Kunst. Die Cinémathèque Française wird für sie zu einem besonderen Anziehungspunkt. Doch Paris war zu dieser Zeit nicht nur Treffpunkt der Intellektuellen und Künstler aus aller Welt, sondern durchlief auch im Nachgang des Algerienkrieges eine schwierige politische Phase der Dekolonisierung.
Text und Bild, ergänzt durch Sprache, Ton und Musik fügen sich zu einem Mosaik, aus dem die Lebensfülle dieser Periode und zugleich die Brüchigkeit aller kulturellen und politischen Errungenschaften spricht. Eine Zeitreise in das Paris der 60er-Jahre, eine Hommage an die Wunderkammer Paris!


Voraussichtlich ab 12. März in Erstaufführung:

THE PERFECT CANDIDATE (Die perfekte Kandidatin)

Saudi-Arabien / Deutschland 2019 | arab. O.m.U. | 101 Min.
Regie: Haifaa Al Mansour
Buch: Haifaa Al Mansour, Brad Niemann
Kamera: Patrick Orth
Musik: Volker Bertelmann
Darsteller: Mila Alzahrani, Dae Al Hilali (Dhay), Nora Al Awadh, Khalid Abdulrhim, Shafi Al Harthy

Maryam ist Ärztin in Saudi-Arabien und muss sich trotz ihrer Fähigkeiten den Respekt ihrer Mitarbeiter und Patienten jeden Tag aufs Neue erkämpfen. Weil die Stadt die Klinikzufahrt nicht asphaltiert, bleiben die Patienten regelmäßig im Schlamm stecken. Durch einen Zufall erklärt sich Maryam zur Stadtratskandidatin, um die Sache selbst in die Hand zu nehmen. An jeder Ecke lauern Restriktionen für Frauen; trotzdem wird Maryams Stimme lauter, ihre Auftritte mutiger, ihre Forderungen radikaler. Sie und ihre beiden Schwestern treten eine Kampagne los, die nicht zu übersehen ist.
Haifaa Al Mansour, Regisseurin des preisgekrönten Films DAS MÄDCHEN WADJDA, erzählt bewegend und klug von den Frauen Saudi-Arabiens und den geschützten Räumen, in denen sie sich öffnen können. Ein Film über weibliche Souveränität, „der allein durch seine Existenz und sein Thema selbst Teil der kleinen Änderungen ist, die er porträtiert.“ Kino-Zeit


Voraussichtlich ab 19. März in Erstaufführung:

JEAN PAUL GAULTIER: FREAK AND CHIC

Frankreich 2018 | frz. O.m.U. | 96 Min. | Dokumentarfilm
Regie, Buch und Kamera: Yann L‘Hénoret
Mit: Jean Paul Gaultier, Marion Cotillard, Catherine
Deneuve u.a.

Jean Paul Gaultier, einer der bemerkenswertesten Modeschöpfer unserer Zeit, hat mit seiner prunkvollen „Fashion Freak Show“ in Paris für weltweites Aufsehen gesorgt. Der Dokumentarfilm folgt der zweijährigen Entstehung von Gaultiers glamourösem Kabarett und lässt den Zuschauer in das exzentrische, oft provokative Universum des ikonischen Genies eintauchen: visionäre Designs, high-style Choreographien, extravagante Kostüme und eine aufwändige Inszenierung in der Hauptstadt der Mode – immer wieder lotet er die Grenzen der Modeszene aus. Die Show zeigt die Stationen seines Lebens als Revue zwischen Theater, Tanz und Kino.
JEAN PAUL GAULTIER: FREAK AND CHIC wirft einen Blick hinter die Kulissen des bislang skandalträchtigsten Projekts des Modeschöpfers. Herausgekommen ist dabei ein verschwenderisches filmisches Erlebnis, das den Geist dieser unvergleichlichen Show auf der legendären Pariser Varietébühne Folies Bergère einfängt.



Der Prolog zu KINO DER KUNST 2020 präsentiert vier Kinoabende zum Thema ‚Narrativ‘.

© Yuri Ancarani

Mi 25.03.2020 20:30 Uhr:
Yuri Ancarani:

THE CHALLENGE

FR, IT 2016 | 70 Min | arab. OmeU | R: Yuri Ancarani
GESPRÄCH: Heinz Peter Schwerfel (Künstlerischer Leiter, KINO DER KUNST), Daniel Sponsel (Künstlerischer Leiter, DOK.fest)
In Kooperation mit dem DOK.fest München
Der Falke reist im Privatjet, der Gepard im Lamborghini: Scheichs aus Katar machen sich mit ihren extravaganten Haustieren auf in die Wüste. Ein Falkenjagd-Wettkampf steht an. In ihren blendend weißen Thawbs-Gewändern repräsentieren die jungen Männer eine Welt des absurden Reichtums, luxuriöser Hobbys und des prachtvollen Müßiggangs. Insgeheim aber treibt sie die Sehnsucht nach dem abenteuerlichen Leben ihrer beduinischen Vorfahren an. Fernab der Zivilisation inszenieren sie ein Kräftemessen in den unendlichen Sanddünen, das die jahrtausendealte Tradition der Falknerei lebendig hält.
Der italienische Künstler Yuri Ancarani (* 1972, Ausstellungen u.a. im Guggenheim Museum NY) hat in sublimen Cinemascope-Bildern ein modernes Herrscher-Portrait der Superreichen geschaffen, das ein neo-romantisches Orientbild entwirft – fremd und faszinierend zugleich.

© Masbedo & Inbetweenartfilm

Mi 01.04.2020 20:30 Uhr:
MASBEDO:

WELCOME PALERMO

IT 2019 | 75 Min | ital. OmeU | R: MASBEDO ZU GAST: MASBEDO (Nicolò Massazza & Iacopo Bedogni)
GESPRÄCH: Heinz Peter Schwerfel (Künstlerischer Leiter, KINO DER KUNST)
Ein intermediales Kunstprojekt der Manifesta 12 von Palermo, in dem das italienische Künstlerduo MASBEDO, Nicolò Massazza (* 1973) und Iacopo Bedogni (*1970), an eine der ikonischen Städte des italienischen Films erinnert. Luchino Visconti drehte hier „Il Gattopardo“, Francesco Rosi den Mafia-Film „Salvatore Giuliano“ und Michelangelo Antonioni Teile von „L’Avventura“.
MASBEDO baute für die interaktive Video-Installation einen Kleinbus zum „Videomobil“ um – eine Kombination aus mobiler Bühne, Produktionsstudio und Open-Air-Kino – und machte Station auf den Plätzen Palermos. Die Künstler sprachen mit den Bewohnern, dem Bürgermeister und der sizilianischen Prinzessin Vicky Alliata über die Bedeutung des Kinos und initiierten Lesungen und Performances. Der dabei entstandene Dokumentarfilm „Welcome Palermo“ zeigt das Videomobil als installativen Erinnerungsraum, der kunstvoll die Filmgeschichte Palermos inszeniert.

© Rhys Thomas/IFC

Mi 08.04.2020 20:30 Uhr:
Marina Abramović:

WAITING FOR THE ARTIST

USA 2016 | 26 Min | engl. OV | R: Alex Buono & Rhys Thomas | Mit Cate Blanchett, Fred Armisen | Anschließend: Überraschungsfilm von Marina Abramović
ZU GAST: Marina Abramović
GESPRÄCH: Heinz Peter Schwerfel (Künstlerischer Leiter, KINO DER KUNST)
In Kooperation mit der Bayerischen Staatsoper
Keine Geringere als Cate Blanchett spielt in dem satirischen Mockumentary der US-Serie „Documentary Now!“ die große Marina Abramovic. Die fiktive Performance-Künstlerin Izabella Barta (Cate Blanchett) bereitet sich auf eine große Retrospektive vor und muss sich dafür mit ihrem ehemaligen Lover Dimo alias Ulay (Fred Armisen), einem berüchtigten Provokateur der Kunstwelt, versöhnen. Blaupause der Satire ist Matthew Akers’ Emmy-gekrönter Dokumentarfilm „The Artist is Present“ (2012). Viele Performances der serbischen Künstlerin, darunter auch die aufsehenerregende MoMA-Show von 2012, werden von Blanchett genüsslich parodiert. Abramovic, deren Opernprojekt „7 Deaths of Maria Callas“ am 11. April 2020 in der Münchner Staatsoper Premiere feiert, beweist Humor und kommt höchstpersönlich zur Filmvorstellung ins Theatiner: The artist is present.

© Alex de la Iglesia/TF1

Mi 15.04.2020 20:30 Uhr:
Thierry Mugler:

ACCIÓN MUTANTE

ES 1993 | 91 Min | span. OmeU | R: Alex de la Iglesia | Mit Antonio Resines, Alex Angulo, Frédérique Feder | Kostümdesign: Thierry Mugler
EINFÜHRUNG: Dunja Bialas (Filmkritikerin)
In Kooperation mit der Kunsthalle München
Der französische Modedesigner Thierry Mugler (*1948) ist einer der visionärsten seiner Zunft. Er kombiniert Glamour mit Erotik und Science Fiction, bricht Codes und widersetzt sich den Konventionen. Seine Kreationen sind sinnliche Universen voll dramatischer Gefühle. Für Alex de la Iglesias Kultfilm „Acción Mutante“ hat er Kostüme mit ausladenden Schulterpolstern, metallische Büstenhalter und futuristische Uniformen geschaffen. In der Science-Fiction-Groteske des Comicfans De la Iglesia geht es um die Terroreinheit „Acción Mutante“, die die Welt der Schönen und Reichen erschüttert. Produziert hat Pedro Almodóvar. De la Iglesia (* 1965) ist dem Werk von David Lynch und Quentin Tarantino verbunden und gilt als Enfant terrible des spanischen Films. Ein Kinoabend zur Ausstellung „Couturissime“, die vom 3. April bis 30. August 2020 in der Kunsthalle München zu sehen ist.


TRIBUTE TO ECM RECORDS
MANFRED EICHER | JEAN-LUC GODARD

„Er sucht, er hört zu, er vernimmt etwas, und dann versucht er auf der ganzen Welt Klanglandschaften zu schaffen, von denen andere Plattenproduzenten nicht einmal eine Ahnung haben.“ (Jean-Luc Godard über Manfred Eicher)

Manfred Eicher wird voraussichtlich bei allen Vorstellungen anwesend sein.


Sonntag, 5. April, 11.00 Uhr (Matinée):

NOUVELLE VAGUE

Godard nimmt die Töne aus der Welt, ziseliert sie, isoliert sie aus ihrem eigentlichen Lebenszusammenhang. Nouvelle Vague erfindet eine konkrete Musik, die sich nicht nach Takten erfassen lässt, spielt mit dem Irrationalen. Könnten wir nicht anerkennen, dass wir aus demselben Material wie die Träume gemacht sind? (Claire Bartoli, Das innere Auge)
Frankreich / Schweiz 1980 | frz. / ital. / engl. O.m.U. | 89 Min. | 35mm
Regie: Jean-Luc Godard Buch: Richard Debuisine, Godard Kamera: William Lubtchansky, Christophe Pollock Musik: Paolo Conte, David Darling, Paul Hindemith, Meredith Monk, Dino Saluzzi, Arnold
Schönberg, Patti Smith Darsteller: Alain Delon, Domiziana Giordano


Sonntag, 12. April, 11.00 Uhr (Matinée):

SOUNDS AND SILENCE

Unterwegs mit Manfred Eicher, der „steht immer abseits des musikalischen Geschehens, aber er ist doch das Zentrum, konzentriert, lauschend, prüfend, unnahbar, manchmal auch ein wenig dämonisch. Er weiß, was er will – und er kriegt es. Ein Sisyphusjob.
Einmal tanzt er spontan mit Arvo Pärt, da müssen wir uns ihn als einen glücklichen
Menschen vorstellen.“ (Fritz Göttler)
Schweiz 2009 | 87 Min.
Regie und Kamera: Peter Guyer, Norbert Wiedmer Musik: Arvo Pärt, Anouar Brahem, Eleni Karaindrou, Jan Garbarek, Dino Saluzzi, Anja Lechner, Gianluigi Trovesi, Marilyn Mazur, Nik Bärtsch, Kim Kashkashian

THE OLD PLACE

Ursprünglich eine Auftragsarbeit des Museum of Modern Art, wird dieser filmische Essay über die Rolle der Kunst im ausgehenden 20. Jahrhundert zu einer tiefgründigen Erforschung der menschlichen Natur, der Zeit selbst und des gegenwärtigen kulturellen Klimas der Welt.
Schweiz / USA 1999 | frz. / engl. O.m.U. | 47 Min.
Konzept und Realisation: Jean-Luc Godard, Anne-Marie Miéville


Sonntag, 19. April, 11.00 Uhr (Matinée):

HOLOZÄN

Elementares Kino, ein alter Mann in seinem einsamen Haus in den Tessiner Bergen, ohne Kontakt zu Anderen, nur Meer und Berge, Steine und Schlamm, in kalte, klare Bilder gefasst. Erland Josephson ist der alte Mann, Herr Geiser, störrisch, verwittert, murmelnd, den Körper ertüchtigend. „Was heißt Holozän? Die Natur braucht keinen Namen, das weiß Herr Geiser. Die Gesteine brauchen sein Gedächtnis nicht.“ (Fritz Göttler)
Schweiz / Deutschland 1992 | 95 Min. | 35mm
Regie und Buch: Heinz Bütler, Manfred Eicher (in Zusammenarbeit mit Max Frisch, nach dessen Erzählung „Der Mensch erscheint im Holozän“) Kamera: Giorgos Arvanitis Musik: Johann Sebastian Bach, Béla Bartók, Dimitri Schostakowitsch, Jan Garbarek, Keith Jarrett Darsteller: Sophie Duez, Erland Josephson


Sonntag, 26. April, 11.00 Uhr (Matinée):

LE LIVRE D’IMAGE

„Erinnerst Du Dich noch daran, wie wir vor langer Zeit unsere Gedanken trainiert haben? Meistens gingen wir von einem Traum aus… Wir fragten uns, wie in völliger Dunkelheit Farben von solcher Intensität in uns entstehen konnten.“ (Jean-Luc Godard)
Schweiz 2018 | frz. / engl. / russ. / arab. O.m.U. | 85 Min.
Regie und Buch: Jean-Luc Godard Kamera: Fabrice Aragno, Jean-Paul Battaggia, Godard Musik: Editions ECM