Vorschau


Ab 12. September in Erstaufführung:

AMANDA (Mein Leben mit Amanda)

Frankreich 2018 | frz. O.m.U. | 107 Min.
Regie: Mikhaël Hers
Buch: Mikhaël Hers, Maud Ameline
Kamera: Sébastien Buchmann
Musik: Matthieu Sibony
Darsteller: Vincent Lacoste, Isaure Multrier, Stacy Martin, Greta Scacchi, Ophélia Kolb

Sommer in Paris. David, 24 Jahre alt, führt ein unbekümmertes Single-Leben, das er sich mit verschiedenen Jobs finanziert. Gelegentlich schaut er auf einen Sprung bei seiner Schwester und ihrer kleinen Tochter Amanda vorbei. Und da ist noch seine neue Nachbarin Léna, in die er sich verlieben 
könnte. Doch von einem auf den anderen Tag findet die sommerliche Unbeschwertheit ein Ende. David ist nach dem Tod seiner Schwester gezwungen, eine große Entscheidung zu treffen und eine noch größere Verantwortung 
zu übernehmen. Für sein Leben und das seiner siebenjährigen Nichte 
Amanda. Und die clevere Kleine hat so ihre eigenen Vorstellungen, wie 
das aussehen soll.
MEIN LEBEN MIT AMANDA von Mikhaël Hers (DIESES SOMMERGEFÜHL) erzählt wunderbar feinfühlig und berührend vom Zueinanderfinden zweier Menschen, die ungleicher nicht sein könnten. Ein kleines Filmjuwel!


Ab 12. September in Erstaufführung:

UNE FILLE FACILE (Ein leichtes Mädchen)

Frankreich 2019 | frz. O.m.U. | 91 Min.
Regie: Rebecca Zlotowski
Buch: Rebecca Zlotowski & Teddy Lussi-Modeste
Kamera: Georg Lechaptois
Darsteller: Clotilde Courau, Benoît Magimel, Loubna Abidar, Zahia Dehar, Mina Farid

Naïma ist gerade 16 geworden. Sie lebt mit ihrer Mutter in bescheidenen Verhältnissen in Cannes, hat ihren Schulabschluss in der Tasche – und das Leben noch vor sich. Was sie damit anfangen soll, weiß sie allerdings nicht. Vor dem ersten Job scheint ein endlos langer, heißer Sommer zu liegen. Da reist unerwartet ihre ältere Cousine Sofia aus Paris an. Nach dem Tod ihrer Mutter sucht diese in Naïma eine Freundin und nimmt sie kurzerhand unter ihre Fittiche. Mit ihren 22 Jahren wirkt Sofia so welterfahren, ja fast schon zynisch, wie Naïma unschuldig. Angezogen von der mondänen Welt der Oberen Zehntausend, denkt sich Sofia nichts dabei, auch Naïma in die schillernde Wohlstands-
gesellschaft mitzunehmen. Beide ahnen nicht, was ihnen bevorsteht…
Eine Sommergeschichte voller großer Gefühle – Sehnsucht, Leidenschaft, Eifersucht. Wie ein Strandurlaub an der Côte d‘Azur.
„Klug, elegant und flirrend aktuell.“ Süddeutsche Zeitung


Voraussichtlich ab 26. September in Erstaufführung:

GRÂCE À DIEU (Gelobt sei Gott)

Frankreich 2019 | frz. O.m.U. | 137 Min.
Regie und Buch: François Ozon
Kamera: Manuel Dacosse
Musik: Evgueni Galperine, Sacha Galperine
Darsteller: Melvil Poupaud, Denis Ménochet, Swann Arlaud, Éric Caravaca, François Marthouret, Bernard Verley, Josiane Balasko

Alexandre lebt mit Frau und Kindern in Lyon. Eines Tages erfährt er per Zufall, dass der Priester, von dem er in seiner Pfadfinderzeit missbraucht wurde, immer noch mit Kindern arbeitet. Er beschließt zu handeln und bekommt bald Unter-
stützung von zwei weiteren Opfern, François und Emmanuel. Gegenseitig geben sie sich Kraft und kämpfen gemeinsam dafür, das Schweigen, das über ihrem Martyrium liegt, zu brechen. Ihr Widerstand formiert sich und wird zu einer Lawine, die am Ende nicht mehr aufzuhalten ist…
Die tatsachengetreuen Ereignisse um den Missbrauchsskandal in Lyon hat François Ozon in einem fiktionalen Film verarbeitet. Atemlose Bilder, immer im Wettlauf mit den aktuellen Entwicklungen, verleihen GELOBT SEI GOTT eine emotionale Wucht, der man sich kaum entziehen kann.
Das neue Meisterwerk von François Ozon (FRANTZ, DER ANDERE LIEBHABER, DAS SCHMUCKSTÜCK). Berlinale 2019: Silberner Bär – Großer Preis der Jury.


Voraussichtlich ab 26. September in Erstaufführung:

THE WHITE CROW (Nurejew – The White Crow)

UK / Frankreich / Serbien 2018
russisch / englisch / frz. O.m.U. | 122 Min.
Regie: Ralph Fiennes
Buch: David Hare
Kamera: Mike Eley
Musik: Ilan Eshkeri
Darsteller: Oleg Ivenko, Ralph Fiennes, Louis Hofmann, Adèle Exarchopoulos, Sergei Polunin

Paris in den 1960er Jahren: Der Kalte Krieg befindet sich auf seinem Höhepunkt und die Sowjetunion schickt ihre beste Tanzkompanie in den Westen, um ihre künstlerische Stärke zu demonstrieren. Das Leningrader Kirow-Ballett begeistert die Pariser Zuschauer, aber ein Mann sorgt für die Sensation: der virtuose junge Tänzer Rudolf Nurejew. Attraktiv, rebellisch und neugierig, lässt er sich vom 
kulturellen Leben der Stadt mitreißen. Begleitet von der schönen Chilenin Clara Saint streift er durch die Museen und Jazz-Clubs der Stadt, sehr zum Missfallen der KGB-Spione, die ihm folgen. Als Nurejew beschließt, in Frankreich politisches Asyl zu beantragen, beginnt ein höchst riskantes Katz- und Mausspiel…
Beruhend auf wahren Ereignissen erzählt Ralph Fiennes (DER ENGLISCHE PATIENT) die unglaubliche Geschichte der sowjetischen Ballettlegende Rudolf Nurejew, eindrucksvoll interpretiert vom ukrainischen Weltklasse-Balletttänzer Oleg Ivenko.



Vorankündigung: 
Cinema Italia – 
das italienische Filmfestival

vom 3. bis 9. Oktober 2019 mit folgenden Filmen:


Un giorno all’improvviso (Aus heiterem Himmel)

Italien 2018 | ital. O.m.U. | 88 Min.
Regie: Ciro D’Emilio
Darsteller: Anna Foglietta (Miriam), Giampiero De Concillo (Antonio), Massimo De Matteo (Talentscout), Lorenzo Sarcinelli (Stefano), Giuseppe Cirillo (Peppe Lambiase)

Der 17jährige Antonio lebt in einer Kleinstadt in Süditalien, wo es trotz Arbeit schwer fällt, über die Runden zu kommen. Sein Vater Carlo hat die Familie früh verlassen. Nun muss sich Antonio um seine immer noch attraktive, aber psychisch labile Mutter kümmern, die von der Idee besessen ist, Carlo zurückzugewinnen. Doch der will von Frau und Sohn nichts mehr wissen. Zum Glück für Antonio gibt es den Fußball und vor allem die Freunde: Stefano, der Stürmer der Mannschaft und der schlagfertige Peppe. Eines Tages taucht ein Talentscout auf, der Spieler für die Jugendmannschaft von Parma sucht und von Antonio begeistert ist. Doch jeder Traum hat seinen Preis.
Ein junger Mann, der alles tut, damit ihm das Leben eine Chance gibt. Der bewegende und hervorragend gespielte Film im besten Geist des Neorealismus hatte seine Uraufführung beim Festival von Venedig 2018 und wurde für fünf italienische Filmpreise nominiert.


Ma cosa ci dice il cervello (Sind denn alle durchgedreht?)

Italien 2019 | ital. O.m.U. | 98 Min.
Regie: Riccardo Milani
Darsteller: Paola Cortellesi (Giovanna), Stefano Fresi (Roberto), Emanuele Armani (Edoardo), Teco Celio (Gerard Colasante)

Giovanna ist eine graue Maus, wie sie im Buche steht: unbeholfen, bescheiden, unauffällig. Selbst ihre 7jährige Tochter hält sie für langweilig. Doch das alles ist Fassade, denn in Wirklichkeit ist Giovanna eine Top-Geheimagentin, die in brisanten internationalen Missionen von Marrakesch bis Moskau im Einsatz ist. Irgendwann merkt Giovanna, dass nicht nur sie selbst, sondern auch ihre besten Freunde im Alltag ständig Schikanen, Arroganz und rüpelhaftem Benehmen ausgesetzt sind. Mit den fast unbegrenzten Mitteln und Tricks einer Geheimagentin versucht sie im Leben ihrer Freunde und in ihrem eigenen wieder Ordnung zu schaffen. Ob das gutgeht?
Nach dem großen Erfolg von Come un gatto in tangenziale/Wie eine Katze auf der Autobahn (Cinema Italia 2018) legt das Team um Regisseur Riccardo Milani und Hauptdarstellerin Paola Cortellesi noch eine Schippe drauf: ihre neueste Komödie ist eine turbulente Mischung aus augenzwinkernder James Bond-Parodie und genauer Beobachtung des italienischen Alltags, was zu urkomischen Situationen führt.


Ovunque proteggimi (Schütze mich auf allen Wegen)

Italien 2018 | ital. O.m.U. | 94 Min.
Regie: Bonifacio Angius
Darsteller: Alessandro Gazale (Alessandro), Francesca Niedda (Francesca), Antonio Angius (Antonio), Teresa Soro (Alessandros Mutter)

Alessandro ist fünfzig, verdingt sich mehr schlecht als recht als Sänger, wohnt noch bei seiner Mutter in seiner Heimatstadt Sassari auf Sardinien und verbringt die meiste Zeit in seiner Lieblingsbar. Nach einer Krise landet er in einer Klinik, wo er die junge und fragile Patientin Francesca kennenlernt, die um das Sorgerecht für ihren 5jährigen Sohn Antonio kämpft. Plötzlich sieht Alessandro wieder eine Aufgabe vor sich. Er nimmt mit Francesca Reißaus aus der Klinik und entführt mit ihrer Hilfe den kleinen Antonio aus einem Kinderheim in Cagliari. Nun ist das Trio im Auto auf der Flucht…
Zwei Menschen kämpfen um einen radikalen Neuanfang im Leben. Ein ungewöhnliches Roadmovie quer durch Sardinien, das in Italien viel beachtet wurde. Beim Filmfestival von Bari gewann Alessandro Gazale den Preis als bester Darsteller.


Una questione privata (Eine private Angelegenheit)

Italien 2017 | ital. O.m.U. | 85 Min.
Buch und Regie: Paolo & Vittorio Taviani
Nach dem gleichnamigen Roman von Beppe Fenoglio
Darsteller: Luca Marinelli (Milton), Lorenzo Richelmy (Giorgio), Valentina Bellé (Fulvia), Giulio Beranek, Francesca Agostini

Paolo und Vittorio Taviani, die beiden großen Protagonisten des europäischen Autorenkinos, kehren in ihrem letzten gemeinsamen Film (Vittorio ist im April 2018 gestorben) noch einmal zurück in die Endphase des Zweiten Weltkriegs. Wie in ihrem Meisterwerk Die Nacht von San Lorenzo erzählen sie eine packende Geschichte von Mut und Widerstand, Freundschaft und Liebe in Kriegszeiten.
Der junge Partisan Milton ist in der nebligen Landschaft des Piemont unterwegs. Er sucht um seinen Freund Giorgio, gleichzeitig sieht er ihn als Konkurrenten in seiner Leidenschaft für Fulvia, jene junge Frau, die sich längst in den Norden abgesetzt hat, aber in den Träumen der beiden präsent bleibt. Es ist die Zeit der zu Ende gehenden Faschistenherrschaft, verschiedene Widerstandsgruppen kämpfen gegen die deutschen Truppen und die einheimischen Schwarzhemden. Alle haben den Überblick verloren, leben im Nebel einer Zeit, in der niemand sicher sein kann, ob der andere Freund oder Verräter ist.


Una storia senza nome (Eine Geschichte ohne Namen)

Italien 2018 | ital. O.m.U. | 110 Min.
Regie: Roberto Andò
Darsteller: Micaela Ramazzotti (Valeria Tramonti), Alessandro Gassman (Alessandro Pes), Jerzy Skolimowski (Regisseur), Laura Morante (Valerias Mutter), Renato Carpentieri (Alberto Rak), Antonio Catania, Gaetano Bruno

Valeria ist Sekretärin eines Filmproduzenten. Niemand weiß, dass sie heimlich für ihren Geliebten, den gut bezahlten Filmautor Alessandro, dessen Drehbücher schreibt. Aktuell ist Alessandro in Not, weil eine neue Filmproduktion am Start ist und immer noch das Drehbuch fehlt. Da erhält Valeria ein Geschenk von einem Unbekannten: den Plot eines Films. Die Handlung ist jedoch gefährlich, die „Geschichte ohne Namen“ dreht sich um den mysteriösen Raub eines berühmten Gemäldes von Caravaggio 1969 aus einer Kirche in Palermo, in den die Mafia verwickelt war. Sobald publik wird, dass dieser Stoff verfilmt werden soll, überschlagen sich die Ereignisse, und Valeria findet sich in einer ganz ungewohnten Rolle wieder…
Der neue Film von Roberto Andò (Viva la libertà) ist ein unterhaltsamer Mystery-Thriller mit mehrfach doppeltem Boden, der zudem mit einer absoluten Star-Besetzung aufwartet, darunter als Gast der polnische Regie-Altmeister Jerzy Skolimowski.


Troppa grazia (Zu viel Wunder)
Italien 2018 | ital. O.m.U. | 110 Min.
Regie: Gianni Zanasi
Darsteller: Alba Rohrwacher (Lucia), Elio Germano (Lucias Mann), Hadas Yaron (Maria), Guiseppe Battiston, Carlotta Natoli, Thomas Trabacchi

Lucia ist Landvermesserin. Privat kämpft sie mit der Trennung von ihrem Mann und der Erziehung ihrer pubertierenden Tochter. Beruflich hat sie mit einem kleinen Trick gerade einen Job ergattert zur Vorbereitung eines großen Bauprojektes auf dem Lande. Eines Tages erhält sie bei ihren Vermessungsarbeiten auf einem einsamen Feld unerwarteten Besuch – von einer Erscheinung der Jungfrau Maria! Diese fordert sie auf, das Projekt zu stoppen und stattdessen dort eine Kirche zu bauen. Lucia zweifelt an ihrem Verstand. Doch die Heilige erscheint ihr immer wieder und bleibt knallhart bei ihrer Forderung…
Haben Wunder noch einen Platz in einer Welt, die zum Synonym für Profitgier geworden ist? Was soll man von einer Gottesmutter halten, die nicht mild und sanft daherkommt, sondern zu rabiaten Mitteln greift? Eine verblüffende Geschichte haarscharf auf der Grenze wischen Komödie und Drama, getragen von der großartigen Alba Rohrwacher als von allen Seiten bedrängte Lucia. Troppa grazia wurde beim Festival von Cannes 2018 vom Verband „Europa Cinema“ als bester europäischer Film des Jahres ausgezeichnet.

Die Termine und Spielzeiten sind noch nicht bekannt. Wir veröffentlichen sie, sobald diese feststehen.



Nome di donnaVorankündigung:
Voraussichtlich 2019 in Erstaufführung:

NOME DI DONNA

Italien 2018 | ital. O.m.U. | 90 Min.
Regie: Marco Tullio Giordana
Buch: Marco Tullio Giordana, Cristiana Mainardi
Kamera: Vincenzo Carpineta
Musik: Dario Marianelli
Darsteller: Cristiana Capotondi, Marco Maria Torri,
Bebo Storti, Adriana Asti, Renato Sarti, Anita Kravos, Michela Cescon

Nina, eine junge alleinerziehende Mutter, verliert in Mailand ihren Job als Restauratorin. Sie findet Arbeit im Institut Baratta, einem luxuriösen kirchlichen Pflegeheim in der Lombardei, und taucht dort in eine elegante, fast märchenhafte Welt ein. Doch unter der schönen Oberfläche ist ein düsteres Geheimnis verborgen. Als Nina das entdeckt, ist sie gezwungen, sich gegen ihre Kolleginnen zu stellen. Sie muss sich gegen den Direktor des Instituts behaupten, um ihre Rechte durchzusetzen und ihre Würde zu behalten.
Die herausragende, eindrückliche Erzählung von Marco Tullio Giordana und Cristiana Mainardi schildert das lange unterdrückte Problem der sexuellen Belästigung im Berufsalltag, die Ausnutzung von Führungspositionen, aber auch das Schweigen betroffener Frauen.
Der Mailänder Regisseur ist mit früheren Arbeiten wie CENTO PASSI (HUNDERT SCHRITTE) bereits in Venedig und Cannes ausgezeichnet worden.