Vorschau


AUS LIEBE ZUM KINO
Im Rahmen der 68. Filmkunstwochen München zeigen wir vom 13. bis 26 August 2020 Klassiker des französischen Kinos:

 

Ab 6. August 2020 in Erstaufführung:

DEUX (Wir beide)

Frankreich / Belgien 2019 | frz. O.m.U. | 95 Min.
Regie: Filippo Meneghetti
Buch: Malysone Bovorasmy, Filippo Meneghetti, Florence Vignon
Kamera: Aurélien Marra
Musik: Michele Menini
Darsteller: Barbara Sukowa, Martine Chevallier, Léa
Drucker, Jérôme Varanfrain

Nach außen hin ist Nina die nette Nachbarin von gegenüber, aber für
Madeleine ist sie die Liebe ihres Lebens. Seit Jahren führen die beiden eine geheime Beziehung und träumen davon, gemeinsam ein neues Leben in Rom zu beginnen. Doch Madeleine kann sich nicht überwinden, ihren erwachsenen Kindern die Wahrheit zu sagen. So bleibt die Liebe der beiden Frauen im Verborgenen und das heimliche Schleichen über den Flur ihr Alltag. Doch dann führt ein unerwartetes Ereignis dazu, dass die Türen geschlossen bleiben. Nina muss alles riskieren, um zu Madeleine durchzudringen.
Authentisch und einfühlsam beschreibt Regisseur Filippo Meneghetti eine große Liebe und lässt zwei Grandes Dames der Schauspielkunst viel Raum, sich zu entfalten: Martine Chevallier von der Comédie Française überzeugt als zaghafte Familienmutter, während Barbara Sukowa als energische Kämpferin auftritt, die bereit ist, für die Liebe alles aufs Spiel zu setzen.


Voraussichtlich ab 13. August 2020 in Erstaufführung:

IL TRADITORE – ALS KRONZEUGE GEGEN DIE COSA NOSTRA

Italien / Deutschland / Frankreich / Brasilien 2019
ital. O.m.U. | 153 Min.
Regie: Marco Bellocchio
Buch: Marco Bellocchio, Ludovica Rampoldi, Valia Santella, Francesco Piccolo
Kamera: Vladan Radovic
Darsteller: Pierfrancesco Favino, Maria Fernanda Candido, Fabrizio Ferracane, Luigi Lo Cascio, Fausto Russo Alesi u.a.

In den frühen 1980ern erreichen die Machtkämpfe zwischen den Paten der sizilianischen Mafia ihren Höhepunkt. Tommaso Buscetta, angesehenes Mitglied der Cosa Nostra, hat sich nach Brasilien abgesetzt. Derweil wüten in seiner Heimat die Fehden zwischen den Clans. Man begleicht offene Rechnungen und Buscettas Vertraute werden einer nach dem anderen umgebracht. Als er verhaftet und nach Italien ausgeliefert wird, trifft Buscetta eine Entscheidung, die die Mafia erschüttert: Vor dem Richter Falcone bricht er sein der Cosa Nostra gegenüber geleistetes Schweigegelübde.
Marco Bellocchio (FAI BEI SOGNI) hat die wahre Geschichte einer schillernden Persönlichkeit verfilmt. In der Tradition großer Kinoepen wie DER PATE, aber fern jeder Mafiaglorifizierung, ist IL TRADITORE virtuos und packend.
Viermalige Nominierung beim Europäischen Filmpreis 2019, u.a. als Bester Film!
„Grossartiges, mutiges, selbstbewusstes Kino.“ The Guardian


Voraussichtlich ab 3. September 2020 in Erstaufführung:

TROIS JOURS ET UNE VIE (Drei Tage und ein Leben)

Frankreich 2019 | frz. O.m.U. | 120 Min.
Regie: Nicolas Boukhrief
Buch: Perrine Margaine, Pierre Lemaitre nach seinem
gleichnamigen Roman
Kamera: Manu Dacosse
Musik: Robin Coudert
Darsteller: Sandrine Bonnaire, Pablo Pauly, Charles Berling, Jérémy Senez

Als der kleine Rémi in einem Dorf in den Ardennen verschwindet, stehen alle unter Schock. Schnell ist die Rede von Kindesentführung, plötzlich steht jeder unter Verdacht, der sich anders als sonst verhält. Am dritten Tag nach Rémis Verschwinden muss die erfolglose Suche wegen eines verheerenden Sturms abgebrochen werden. In diesen drei endlosen Tagen lebt Antoine mit der unerträglichen Angst, entdeckt zu werden. Er ist der Einzige, der weiß, was wirklich geschah.
15 Jahre später. Antoine kehrt nach seinem Medizinstudium in das Dorf zurück. Aus Angst vor einer drohenden Entdeckung fasst er einen fatalen Entschluss.
Der packende Thriller DREI TAGE UND EIN LEBEN basiert auf dem gleich
namigen Roman des preisgekrönten Autors Pierre Lemaitre. Die psychologische Spannung, komplexe Figuren und eine intensive Atmosphäre erinnern an Filme von Claude Chabrol. Sandrine Bonnaire (DIE SCHACHSPIELERIN) glänzt in der Rolle von Antoines Mutter.


Voraussichtlich ab 3. September 2020 in Erstaufführung:

BOŻE CIAŁO (CORPUS CHRISTI)

Polen/Frankreich 2019 | poln. O.m.U. | 116 Min.
Regie: Jan Komasa
Buch: Mateusz Pacewicz
Kamera: Piotr Sobocinski jr.
Musik: Evgueni Galperine, Sacha Galperine
Darsteller: Bartosz Bielenia, Aleksandra Konieczna, Eliza Rycembel, Tomasz Zietek

CORPUS CHRISTI ist die Geschichte des 20-jährigen Daniel. Er hat eine kriminelle Vergangenheit, doch während seines Aufenthalts in einer Jugendstrafanstalt erlebt er eine spirituelle Erleuchtung. Er möchte fortan den Pfad der Tugend beschreiten und Priester werden – was aufgrund seiner Vorstrafen jedoch unmöglich ist. Als er nach seiner Entlassung in eine Kleinstadt geschickt wird, um dort zu arbeiten, nutzt er die Chance, gibt sich als Priester aus und stellt sich als neues Oberhaupt der Gemeinde vor. Und seltsamerweise beginnt sich mit der Ankunft des charismatischen Geistlichen auch das Dorf positiv zu verändern.
Hauptdarsteller Bartosz Bielenia brilliert in seiner faszinierenden Rolle als Priester ohne Weihe. Regisseur Komasa gelingt dabei mit seiner mitreißenden Erzählung ein subversives Bild des heutigen Polen.
Das mehrfach preisgekrönte polnische Drama basiert auf einer wahren Geschichte. CORPUS CHRISTI wurde nominiert für den Oscar 2020 als Bester Internationaler Spielfilm.


Voraussichtlich ab 3. September 2020 in Erstaufführung:

VIF ARGENT (Der flüssige Spiegel)

Frankreich 2019 | frz. O.m.U. | 106 Min.
Regie: Stéphane Batut
Darsteller: Thimotée Robart, Judith Chemla, Djolof Mbengue

Juste ist ein Geist und streift durch die Straßen von Paris, auf der Suche nach kürzlich verstorbenen Menschen, die nur er sehen kann. Er sammelt ihre letzten Erinnerungen und schickt sie dann auf die Reise ins Jenseits. Eines Tages begegnet Juste einer Frau, die ihn wiedererkennt. Die beiden sind sich schon einmal begegnet. Jetzt verlieben sie sich. Doch kann eine Liebe zwischen einem Geist und einer Lebenden funktionieren?

Das hochinteressante Langfilm-Debut von Stéphane Batut lief auf dem Filmfestival in Cannes und ist der Gewinner des Prix Jean Vigo 2019!


Voraussichtlich ab 10. September in Erstaufführung:

VITALINA VARELA

Portugal 2019 | portugiesisch O.m.U. | 124 Min.
Regie: Pedro Costa
Buch: Pedro Costa, Vitalina Varela
Kamera: Leonardo Simões
Darsteller: Vitalina Varela, Ventura, Manuel Tavares Almeida, Francisco Brito, Imídio Monteiro, Marina Alves Domingues u. a.

Vitalina kommt mit 55 Jahren endlich von den Kapverden nach Portugal.
Über 20 Jahre wartete sie auf ein Flugticket, und nun kommt sie zu spät: ihr Mann ist drei Tage zuvor gestorben. Irritiert versucht sie, sich im Haus des Verstorbenen im Lissaboner Armenvorort Fontainhas, zurechtzufinden und sein Leben zu rekonstruieren. Während die Bewohner des Viertels sie aufsuchen, reflektiert Vitalina ihre Zeit mit ihrem Mann, die gemeinsame und die getrennt verbrachte.
Filmemacher Pedro Costa führt hier seine Filmkunst zu neuen Höhen. Wie Gemälde schälen sich die Filmbilder aus dem Dunkel der Leinwand und betten die Laiendarsteller in eine bewegende Geschichte.
Internationales Filmfestival Locarno 2019 – Goldener Leopard: Bester Film, Silberner Leopard: Beste Darstellerin.
„Magisch schöne Bilder!“ Frankfurter Allgemeine Zeitung


Voraussichtlich demnächst in Erstaufführung:

NOTRE DAME (Notre Dame – Die Liebe ist eine Baustelle)

Frankreich 2019 | frz. O.m.U | 98 Min.
Regie: Valérie Donzelli
Buch: Valérie Donzelli, Benjamin Charbit
Kamera: Lazare Pedron
Musik: Philippe Jakko
Darsteller: Valérie Donzelli, Pierre Deladonchamps, Thomas Scimeca, Bouli Lanners, Virginie Ledoyen, Isabelle Candelier, Philippe Katerine

Eine fabelhafte französische Komödie von und mit Valérie Donzelli.
Mon Dieu! Die quirlige Pariser Architektin Maud weiß nicht mehr, wo ihr der Kopf steht: Ihr Chef piesackt sie ununterbrochen, ihr Ex-Mann belagert regelmäßig ihr Bett und jetzt ist sie auch noch schwanger. Da ist es Segen und Fluch zugleich, dass Maud wie durch Zauberhand die begehrteste Ausschreibung der Stadt gewinnt. Sie darf den historischen Vorplatz von Notre-Dame neu gestalten. Ob es ihr gelingt, zwischen Presserummel, liebestollen Männern und der exzentrischen Oberbürgermeisterin die Nerven zu behalten?
Mit ihrem sechsten Spielfilm erlaubt sich Regisseurin und Haupdarstellerin Valérie Donzelli (DAS LEBEN GEHÖRT UNS) wunderbar wirklichkeitsferne Ausreißer. Donzellis bissiger Humor entfaltet sich im romantischen Paris – zum großen Vergnügen der Zuschauer: eine fabelhafte Komödie, die bereits das Kinopublikum in Frankreich begeisterte. NOTRE DAME – DIE LIEBE IST EINE BAUSTELLE feierte Premiere auf der Piazza Grande beim Locarno Film Festival 2019 und kommt noch in diesem Jahr bundesweit in die Kinos.
»Pure Freude und unwiderstehliche Fantasie. Valérie Donzelli recycelt mit unendlicher Intelligenz und Subtilität die verrückten Einfälle von Jacques Tati.« ELLE
»Ein voller Erfolg.« Cahiers du Cinéma


Quelle Bild filmsboutique.com
Voraussichtlich demnächst in Erstaufführung:

THERE IS NO EVIL (Sheytan vojud nadarad)

Iran / Deutschland / Tschechische Republik 2020 | Farsi O.m.U. | 150 Min.
Regie und Buch: Mohammad Rasoulof
Kamera: Ashkan Ashkani
Musik: Amir Molookpour
Darsteller: Ehsan Mirhosseini, Shaghayegh Shourian, Kaveh Ahangar, Alireza Zareparast, Salar Khamseh u.a.

Heshmat, ein vorbildlicher Ehemann und Vater, bricht jeden Morgen sehr früh auf. Wohin fährt er? Pouya kann sich nicht vorstellen, einen anderen Menschen zu töten, trotzdem bekommt er den Befehl. Javad ahnt nicht, dass sein Heiratsantrag nicht die einzige Überraschung für seine Geliebte an ihrem Geburtstag bleiben wird. Bahram ist Arzt, darf aber nicht praktizieren. Als seine Nichte ihn besucht, beschließt er, ihr den Grund für sein Außenseiterdasein zu offenbaren.
Die vier Geschichten, aus denen THERE IS NO EVIL besteht, sind Variationen über die Themen moralische Kraft und Todesstrafe. Sie fragen danach, bis zu welchem Grad individuelle Freiheit unter einem despotischen Regime und scheinbar unentrinnbaren Bedrohungen möglich ist. Mohammad Rasoulof verknüpft sie narrativ nur lose, dennoch sind sie auf unerschütterliche und tragische Art miteinander verbunden. Angesichts der organisierten Unterdrückung scheint es nur eine Wahl zu geben: zwischen Widerstand und Überleben. Trotzdem fordert uns jede der abrupt abbrechenden Geschichten auf, darüber nachzudenken, wie Männer und Frauen auch in solchen Situationen ihre Freiheit behaupten können.
THERE IS NO EVIL ist der Gewinner des Goldenen Bären der Berlinale 2020!


Voraussichtlich demnächst in Erstaufführung:

EL ÚLTIMO TRAJE (Das letzte Geschenk)

Argentinien/Spanien 2017 | span. O.m.U. | 91 Min.
Regie und Buch: Pablo Solarz
Kamera: Juan Carlos Gómez
Musik: Federico Jusid
Darsteller: Miguel Ángel Solá, Ángela Molina, Martin Piroyansky, Natalia Verbeke, Julia Beerhold, Olga Boladz u.a.

Die Erinnerung ist wie ein Anzug, den man sich immer wieder aufs Neue zusammenschneidert. Mancher Faden mag sich unwiederbringlich lösen, aber Abraham, der 88 Jahre alte kauzige und gewiefte Schneider, hat noch vieles im Kopf: ein altes Versprechen zum Beispiel. Als seine Töchter ihn ins Seniorenheim stecken wollen, steigt Abraham kurzerhand ins Flugzeug und verschwindet. Er macht sich auf eine abenteuerliche Reise von Buenos Aires nach Polen. Dort will er den Jugendfreund suchen, der ihm während des Holocaust das Leben rettete, und ihm ein besonderes Geschenk bringen: den letzten von ihm handgefertigten Anzug.
Der eigensinnige Abraham verliert auf seiner Odyssee quer durch Europa seine Fahrkarten, sein Geld, und fast auch sein Bein, trifft aber auf schräge Gestalten und besondere Menschen. Da sind der abgebrannte Musiker Leo und die ruppige Hotelbesitzerin Maria mit einem Herzen aus Gold; da ist die Anthropologin Ingrid, die ihm hilft, Deutschland zu durchqueren ohne wieder einen Fuß auf deutschen Boden setzen zu müssen; und schließlich die polnische Krankenschwester Gosia, die ihn von Warschau nach Lodz begleitet. Die Reise führt immer weiter, auch weiter in die Erinnerung. Der Film schafft eine anrührende Balance zwischen Melancholie und Heiterkeit und gewann auf den Festivals in Miami und Philadelphia jeweils den Publikumspreis.


Voraussichtlich demnächst in Erstaufführung:

ROJO – Wenn alle schweigen, ist keiner unschuldig

Argentinien/Brasilien 2018 | span. O.m.U. | 109 Min.
Regie und Buch: Benjamín Naishtat
Kamera: Pedro Sotero
Musik: Vincent van Warmerdam
Darsteller: Dario Grandinetti, Andrea Frigerio, Alfredo Castro, Diego Cremonesi

Der angesehene Rechtsanwalt Claudio Mora führt mit seiner Frau und seiner Tochter ein beschauliches Leben in der argentinischen Provinz im Jahr 1975. Während eine Welle politischer Gewalt die Städte überrollt, geht bei Mora alles seinen gewohnten Gang – bis er eines Abends im Restaurant mit einem fremden Mann in einen Streit gerät. Am nächsten Tag ist der Vorfall für Mora fast vergessen. Doch plötzlich taucht ein Privatdetektiv auf und beginnt, unbequeme Fragen zu stellen – und Moras Erfolgsrezept, bei allen Machenschaften in seinem Umfeld wegzuschauen, steht auf der Kippe.
Benjamín Naishtat festigt mit ROJO seinen Ruf als aufregende neue Stimme des argentinischen Kinos. Mit Elementen des Westerns und bitterböser Satire schildert der Noir Thriller beeindruckend elegant die lähmende Stimmung, die die argentinische Gesellschaft in den Vorwehen des Militärputschs von 1976 prägte. Er setzt dabei nicht nur auf parabelhaft starke Bilder, sondern auch auf das in alltäglichen Dingen liegende Makabre. ROJO öffnet den Blick auf eine Welt, in der niemand wirklich unschuldig ist und fesselt vom ersten bis zum letzten Bild.
ROJO wurde auf dem San Sebastian Filmfestival mit dem Preis für die Beste Regie, den Besten Schauspieler und die Beste Kamera ausgezeichnet. Eine hypnotische Kino-Perle!
„Stilvoll und herrlich finster – Benjamín Naishtats dritter Spielfilm ist grossartig.“ ‒ Variety





TRIBUTE TO ECM RECORDS
MANFRED EICHER | JEAN-LUC GODARD

„Er sucht, er hört zu, er vernimmt etwas, und dann versucht er auf der ganzen Welt Klanglandschaften zu schaffen, von denen andere Plattenproduzenten nicht einmal eine Ahnung haben.“ (Jean-Luc Godard über Manfred Eicher)

Manfred Eicher wird voraussichtlich bei allen Vorstellungen anwesend sein.


NOUVELLE VAGUE

Godard nimmt die Töne aus der Welt, ziseliert sie, isoliert sie aus ihrem eigentlichen Lebenszusammenhang. Nouvelle Vague erfindet eine konkrete Musik, die sich nicht nach Takten erfassen lässt, spielt mit dem Irrationalen. Könnten wir nicht anerkennen, dass wir aus demselben Material wie die Träume gemacht sind? (Claire Bartoli, Das innere Auge)
Frankreich / Schweiz 1980 | frz. / ital. / engl. O.m.U. | 89 Min. | 35mm
Regie: Jean-Luc Godard Buch: Richard Debuisine, Godard Kamera: William Lubtchansky, Christophe Pollock Musik: Paolo Conte, David Darling, Paul Hindemith, Meredith Monk, Dino Saluzzi, Arnold
Schönberg, Patti Smith Darsteller: Alain Delon, Domiziana Giordano


SOUNDS AND SILENCE

Unterwegs mit Manfred Eicher, der „steht immer abseits des musikalischen Geschehens, aber er ist doch das Zentrum, konzentriert, lauschend, prüfend, unnahbar, manchmal auch ein wenig dämonisch. Er weiß, was er will – und er kriegt es. Ein Sisyphusjob.
Einmal tanzt er spontan mit Arvo Pärt, da müssen wir uns ihn als einen glücklichen
Menschen vorstellen.“ (Fritz Göttler)
Schweiz 2009 | 87 Min.
Regie und Kamera: Peter Guyer, Norbert Wiedmer Musik: Arvo Pärt, Anouar Brahem, Eleni Karaindrou, Jan Garbarek, Dino Saluzzi, Anja Lechner, Gianluigi Trovesi, Marilyn Mazur, Nik Bärtsch, Kim Kashkashian

THE OLD PLACE

Ursprünglich eine Auftragsarbeit des Museum of Modern Art, wird dieser filmische Essay über die Rolle der Kunst im ausgehenden 20. Jahrhundert zu einer tiefgründigen Erforschung der menschlichen Natur, der Zeit selbst und des gegenwärtigen kulturellen Klimas der Welt.
Schweiz / USA 1999 | frz. / engl. O.m.U. | 47 Min.
Konzept und Realisation: Jean-Luc Godard, Anne-Marie Miéville


HOLOZÄN

Elementares Kino, ein alter Mann in seinem einsamen Haus in den Tessiner Bergen, ohne Kontakt zu Anderen, nur Meer und Berge, Steine und Schlamm, in kalte, klare Bilder gefasst. Erland Josephson ist der alte Mann, Herr Geiser, störrisch, verwittert, murmelnd, den Körper ertüchtigend. „Was heißt Holozän? Die Natur braucht keinen Namen, das weiß Herr Geiser. Die Gesteine brauchen sein Gedächtnis nicht.“ (Fritz Göttler)
Schweiz / Deutschland 1992 | 95 Min. | 35mm
Regie und Buch: Heinz Bütler, Manfred Eicher (in Zusammenarbeit mit Max Frisch, nach dessen Erzählung „Der Mensch erscheint im Holozän“) Kamera: Giorgos Arvanitis Musik: Johann Sebastian Bach, Béla Bartók, Dimitri Schostakowitsch, Jan Garbarek, Keith Jarrett Darsteller: Sophie Duez, Erland Josephson


LE LIVRE D’IMAGE

„Erinnerst Du Dich noch daran, wie wir vor langer Zeit unsere Gedanken trainiert haben? Meistens gingen wir von einem Traum aus… Wir fragten uns, wie in völliger Dunkelheit Farben von solcher Intensität in uns entstehen konnten.“ (Jean-Luc Godard)
Schweiz 2018 | frz. / engl. / russ. / arab. O.m.U. | 85 Min.
Regie und Buch: Jean-Luc Godard Kamera: Fabrice Aragno, Jean-Paul Battaggia, Godard Musik: Editions ECM