Vorschau


Ab 23. Januar 2020 in Erstaufführung:

LES MISÉRABLES (Die Wütenden)

Frankreich 2019 | frz. O.m.U. | 103 Min.
Regie: Ladj Ly
Buch: Ladj Ly, Giordano Gederlini
Kamera: Julien Poupard
Musik: Pink Noise
Darsteller: Damien Bonnard, Alexis Manenti, Djebril Zonga, Issa Perica, Al-Hassan Ly

Es brennt in den Vorstädten von Paris! Schon bei seinem ersten Einsatz spürt der Polizist Stéphane, der Neuling in der Einheit für Verbrechensbekämpfung in Montfermeil, die Spannungen im Viertel, in dem es immer wieder zu Auseinandersetzungen kommt. Seine erfahrenen Kollegen Chris und Gwada, mit denen er Streife fährt, haben ihre Methoden den Gesetzen der Straße angepasst. Die Kollegen überschreiten selbst die Grenzen des Legalen, sehen sich dabei aber stets im Recht. Bei einer versuchten Verhaftung eines jugendlichen Verdächtigen werden sie mit einer Drohne gefilmt. Ihr fragwürdiges Vorgehen droht öffentlich zu werden, und aus den Gesetzeshütern werden Gejagte.
Ladj Ly, einer der innovativsten Regisseure Frankreichs, siedelt sein spannungsgeladenes Spielfilmdebüt am Schauplatz von Victor Hugos berühmtem Roman “Les Misérables” an. Frankreichs Oscar-Beitrag und Preis der Jury auf dem Filmfestival in Cannes 2019!


Voraussichtlich ab 30. Januar 2020 in Erstaufführung:

LES BONNES INTENTIONS (Die Kunst der Nächstenliebe)

Frankreich 2019 | frz. O.m.U. | 103 Min.
Regie: Gilles Legrand
Buch: Léonore Confino, Gilles Legrand
Kamera: Pierre Cottereau
Musik: Armand Amar
Darsteller: Agnès Jaoui, Alban Ivanov, Tim Seyfi, Claire Sermonne, Michèle Moretti, Philippe Torreton, Eric Viellard, Marie-Julie Baup

Isabelle ist eine engagierte Frau. Sie hilft bei gemeinnützigen Einrichtungen, eilt von einem Bedürftigen zum nächsten, fast süchtig nach Wohltätigkeit. Mit viel Leidenschaft unterrichtet sie Lesen und Schreiben in einem Sozialzentrum. Ihre Schüler können ihren Methoden zwar nicht immer folgen, doch die Klasse hat Isabelle als fürsorgliche Beschützerin akzeptiert. In der Parallelklasse aber unterrichtet die junge Elke, die mit ihren modernen Methoden Alphabetisierungs-Wunder bewirkt. Wenn auch ungewollt, lockt Sofie damit Isabelles Schüler in ihren Kurs. Plötzlich ist es mit Isabelles Sanftmut vorbei. Sie wird eifersüchtig und verfällt auf immer größere Anstrengungen, um ihre Schüler von sich zu überzeugen…
Zusammen mit seiner wunderbaren Hauptdarstellerin Agnès Jaoui (CHAMPAGNER UND MACARONS, AURORE) gelingt Regisseur Gilles Legrand eine raffinierte und scharfsinnige Komödie über die Natur des Helfens.


Voraussichtlich ab 6. Februar 2020 in Erstaufführung:

VARDA PAR AGNÈS

Frankreich 2018 | frz. O.m.U. | 115 Min. | Dokumentarfilm
Regie, Buch: Agnès Varda
Co-Regie: Didier Rouget
Kamera: François Décréau, Claire Duguet, Julia Fabry

Agnès Vardas letztes Werk – ein filmisches Selbstportrait und eine sympathische und weise Lektion, was im Leben und beim Filmemachen wichtig ist. VARDA PAR AGNÈS kreist um ihr Schaffen als Filmemacherin, Fotografin und Installationskünstlerin. Dabei wagt sie assoziative Zeitsprünge und erzählt anekdotenreich und klug, was den Film auch für Zuschauer unterhaltsam macht, die mit ihren Werken nicht vertraut sind. Agnès Varda, auch die „Grande Dame der Nouvelle Vague“ genannt, ist eine Institution des französischen Kinos. Fern von allen Konventionen und vorgegebenen Dramaturgien blickt sie in einer ganz eigenen Art auf die Welt. Wie in ihrem vorausgegangenen Film AUGENBLICKE: GESICHTER EINER REISE wird auch hier in den vielzähligen Begegnungen mit anderen Menschen deutlich, was Agnès Varda war und ist: eine große Erzählerin des Lebens.
„Eine Liebeserklärung an das Leben“ Tagespiegel


Voraussichtlich ab 6. Februar 2020 in Erstaufführung:

J`ACCUSE (Intrige)

Frankreich / Italien 2019 | frz. O.m.U. | 132 Min.
Regie: Roman Polanski
Buch: Roman Polanski, Robert Harris
Kamera: Pawel Edelman
Musik: Alexandre Desplat
Darsteller: Jean Dujardin, Louis Garrel, Emmanuelle Seigner, Grégory Gadebois

1895 wird der jüdische Offizier Dreyfus wegen Hochverrats zu lebenslanger Haft auf die Teufelsinsel verbannt. Anfänglich überzeugt von dessen Schuld kommen dem neuen Geheimdienstchef Picquart Zweifel, als weiterhin militärische Geheimnisse an die Deutschen verraten werden. Entgegen aller Befehle beginnt er zu ermitteln und bringt damit sein Leben in Gefahr…
Roman Polanski (VENUS IM PELZ) erzählt vom größten politischen Skandal des 19. Jahrhunderts: ein ungeheuerliches Geflecht aus Antisemitismus, Machtmissbrauch und Justizfehlern. Präzise wie packend inszeniert und von erschreckender Aktualität wirft der Film universelle Fragen nach persönlichem Gewissen und Wahrheit auf. Die hochkarätige Besetzung mit Oscar-Preisträger Jean Dujardin (LE RETOUR DU HÉROS), Louis Garrel und Emmanuelle Seigner (NACH EINER WAHREN GESCHICHTE) macht den Film zu einem aufwühlenden Thriller.
Großer Preis der Jury auf den Filmfestspielen in Venedig 2019!


Voraussichtlich ab 13. Februar 2020:

LA GOMERA

Rumänien / Frankreich / Deutschland 2019 | 98 Min.
Regie und Buch: Corneliu Porumboiu
Kamera: Tudor Mircea
Darsteller: Vlad Ivanov, Catrinel Marlon, Rodica Lazar, Agustí Villaronga, Sabin Tambrea

Der Polizist Cristi lässt sich mit der Mafia ein und fliegt auf. Nun folgen ihm verdeckte Ermittler auf Schritt und Tritt. Daher gibt sich die schöne Gilda als seine Geliebte aus und drängt ihn zu einer Reise nach La Gomera. Cristi soll die geheime Pfeifsprache der Inselbewohner lernen, damit er trotz Überwachung mit der Gaunerbande kommunizieren kann. Pfeifend versuchen sie den Matratzenfabrikanten Zsolt aus dem Gefängnis zu befreien, der als einziger weiß, wo die 30 Millionen des letzten Coups versteckt sind. Doch alle Beteiligten spielen ein doppeltes Spiel…
Der preisgekrönte Regisseur Corneliu Porumboiu (12:08 – JENSEITS VON BUKAREST) gilt als einer der Wegbereiter des Neuen Rumänischen Kinos.
Mit LA GOMERA liefert er einen höchst unterhaltsamen Neo-Noir-Thriller, gespickt mit Filmzitaten und unerwartet komischen Elementen im Stil der Coen-Brüder. Im Wettbewerb von Cannes 2019 sorgte der Film bereits für Aufruhr.


Voraussichtlich ab 5. März 2020 in Erstaufführung:

LA VÉRITÉ (Leben und lügen lassen)

Frankreich 2019 | frz. O.m.U. | 107 Min.
Regie und Buch: Hirokazu Kore-Eda
Kamera: Eric Gautier
Musik: Alexei Aigui
Darsteller: Juliette Binoche, Catherine Deneuve, Ethan
Hawke, Clémentine Grenier

Die Memoiren des französischen Filmstars Fabienne lesen sich wie das Tagebuch einer liebevollen Mutter. Fabiennes Tochter Lumir hingegen hat ganz andere Erinnerungen an ihre Kindheit. Als Lumir mit ihrer Familie nach Paris zurückkehrt, konfrontiert sie ihre Mutter mit deren Lebenslügen.
Regie-Ikone Hirokazu Kore-Eda (SHOPLIFTERS) inszeniert großes französisches Schauspielkino. Für den ersten Film, den er außerhalb seines Heimatlandes Japan drehte, vereint er mit Catherine Deneuve (3 HERZEN), Juliette Binoche (SO WIE DU MICH WILLST) und Ethan Hawke ein internationales Starensemble in einem berührenden Film über Glück, Erinnerung, Lügen und Familienkonflikte. Augenzwinkernd spielt Deneuve die Rolle der alternden Diva; die Selbstreferenzen auf das Kino verleihen dem Film einen doppelten Boden. Der Eröffnungsfilm der 76. Filmfestspiele in Venedig!
„Ein Geschenk an das Kino und an das Publikum“ Kino-Zeit


Voraussichtlich ab 5. März 2020 in Erstaufführung:
Am 5. März 2020 Filmgespräch mit Regisseurin Halina Dyrschka und Julia Voss, Autorin der Biographie von Hilma af Klint!

JENSEITS DES SICHTBAREN – HILMA AF KLINT

Deutschland 2019 | 93 Min. | Dokumentarfilm
Regie: Halina Dyrschka
Kamera: Alicja Pahl, Luana Knipfer
Musik: Damian Scholl

Die Kunstwelt macht eine sensationelle Entdeckung – nur 100 Jahre zu spät. 1906 malte die schwedische Künstlerin Hilma af Klint ihr erstes abstraktes Bild, lange vor Kandinsky, Mondrian oder Malewitsch. Sie schuf über 1000 abstrakte Gemälde,
die der Nachwelt bis heute verborgen blieben. Wie kann es sein, dass eine Frau Anfang des 20. Jahrhunderts die abstrakte Malerei begründet und niemand Notiz nimmt? Die filmische Annäherung an eine Pionierin, deren sinnliches Oeuvre fasziniert, zeigt eine lebenslange Sinnsuche, die das Leben jenseits des Sichtbaren abbildet. Die außergewöhnliche Gedankenwelt der Künstlerin reicht von Biologie, Astronomie bis hin zur Relativitätstheorie und bildet einen faszinierenden Kosmos.
Heute begeistern ihre Werke Millionen, etwa im Guggenheim Museum New York.„Die Kunstgeschichte muss umgeschrieben werden.“ FAZ