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Hier: Theatinerprogramm FILMKUNSTWOCHEN 2022

Wir freuen uns Ihnen dieses Jahr zu den Filmkunstwochen folgende Filmreihen zeigen zu dürfen:

MÜNCHNER LEGENDEN, 

65 JAHRE THEATINER FILMKUNST, 

JAZZ & POLNISCHE NEUE WELLE und

NO NO FUTURE – EIN ABEND MIT DER REVÜ – FLUGBLATT FÜR CINEPHILIE

 

MÜNCHNER LEGENDEN

Für den Jungen deutschen Film war Max Zihlmann als Drehbuchautor von Rudolf Thome und Klaus Lemke prägend, Veith von Fürstenberg war Gründer und Geschäftsführer des Filmverlags der Autoren. Höchste Zeit, sie in einem Programm zusammenzubringen.

 

Do 4.8. 20:30 Uhr

AMORE

BRD 1978 ǀ 73 Min ǀ R: Klaus Lemke ǀ Mit Cleo Kretschmer, Wolfgang Fierek

In Memoriam Klaus Lemke

Tatort Münchner Großmarkthalle. Die Gemüsehändlertochter Maria muss mitansehen, wie der Papagallo Pietro ihrer besten Freundin das Herz bricht. Zum Vamp aufgestylt, stellt sie dem Schwerenöter eine Falle. Grimme-Preis in Silber!

 

Fr 5.8. 20:30 Uhr

DIE SWEETHEARTS

BRD 1977 ǀ 90 Min ǀ R: Klaus Lemke ǀ Mit Cleo Kretschmer, Sabine Gurn ǀ 16mm

In Memoriam Klaus Lemke

Cleo Kretschmer, Klaus Lemkes Muse der 70er, als Mitglied einer Schwabinger Girlgroup. Ein Sieg des lebendigen Dilettantismus über die langweilige Professionalität – wie er auch Lemke über die deutsche Filmindustrie gelang.

 

Sa 6.8. 20:30 Uhr

CHAMPAGNER FÜR DIE AUGEN, GIFT FÜR DEN REST

DE 2022 ǀ 60 Min ǀ R: Klaus Lemke ǀ Mit Klaus Lemke, Sylvie Winter

In Memoriam Klaus Lemke

Das Lebensgefühl der 1970er-Jahre: Jet und Jetlag, Partygirls und Slacker, Höhenflüge und Abstürze, Rocker und Spießer. Film- und Lebenserinnerungen als „Splitter vom Paradies“ (Klaus Lemke).

 

So 14.8. 18:00

FILM LECTURE: MAX ZIHLMANN – DREHBUCHAUTOR DER MÜNCHNER GRUPPE

Mit Ulrich Mannes („SigiGötz-Entertainment“)

Er gab dem Kino der Münchner Gruppe seine Weltläufigkeit und setzte sich ab vom behäbigen „Kino der Qualität“. Er schrieb für Rudolf Thome, Klaus Lemke, Thomas Schamoni, Martin Müller und Veith von Fürstenberg. Er orientierte sich an der Nouvelle Vague und am amerikanischen Kino. Vor allem dank seiner Drehbücher wurde München in den 60er Jahren zur Aufbruchsstadt fürs neue deutsche Kino. Anhand von Kurzfilmen (darunter seine Regiearbeit FRÜHSTÜCK IN ROM) und vielen Ausschnitten aus Spielfilmen und Dokumentationen würdigen wir das Schaffen des im März dieses Jahres verstorbenen Drehbuchautors und Schriftstellers Max Zihlmann.

 

20:00 Uhr

EIN BISSCHEN LIEBE (RELOADED)

BRD 1974 ǀ 89 Min ǀ R: Veith von Fürstenberg ǀ Mit Burghard Schlicht, Eva Maria Herzig

Zu Gast: Veith von Fürstenberg

Eine Fahrt nach München-Schwabing und aus einer Beziehung heraus. Zwei zerbrechliche Engel, Überbleibsel einer älteren, sanfteren Art des Filme-machens – Eva Maria Herzig sieht in manchen Einstellungen fast wie ein Stummfilmstar aus – treiben durch Betten, Badewannen und Max-Zihlmann-Dialoge.

 

Di 16.8. 18:00 Uhr

FREMDE STADT

BRD 1972 ǀ 107 Min ǀ R: Rudolf Thome ǀ Mit Roger Fritz, Karin Thome ǀ 35mm

Jagd auf die fette Beute. Ein Bankraub bringt Millionen, die jetzt „gewaschen“ werden wollen. Ein Gaunerpärchen will dem Bankräuber die Moneten abjagen, ein Kommissar nimmt Witterung auf. Wahrlich Münchens bester Heist-Movie.

 

65 JAHRE THEATINER FILMKUNST

Wir präsentieren Klassiker zum Jubiläum!

 

So 7.8. 18:00 Uhr

IL DESERTO ROSSO (ROTE WÜSTE)

IT 1963 ǀ 117 Min ǀ R: Michelangelo Antonioni ǀ Mit Monica Vitti, Richard Harris ǀ OmU

Eine Hommage an die im Februar 2022 verstorbene große Schauspielerin Monica Vitti. Die komplexe Farbdramaturgie, gebrochenes Licht und vor allem die intensiven Rottöne bilden die farbliche Textur für Antonionis radikalen Film über Wahrnehmungsverschiebungen und Realitätsverlust.

 

Mo 8.8. 18:00 Uhr

WILDE ERDBEEREN (SMULTRONSTRÄLLET)

SE 1957 ǀ 87 Min ǀ R: Ingmar Bergman ǀ Mit Bibi Andersson, Ingrid Thulin ǀ OmU

„Wenn man einen Film darüber machte, dass man ganz real eine Tür öffnet, und sich dann plötzlich in seiner Kindheit wiederfindet, und dann öffnet man eine andere Tür und kommt in einen anderen Abschnitt seines Lebens, und alles ist real, lebt. Das war tatsächlich die Grundidee zu WILDE ERDBEEREN.“ (Ingmar Bergman)

 

Di 9.8. 18:00 Uhr

MAHLER

GB 1974 ǀ 115 Min ǀ R: Ken Russell ǀ Mit Robert Powell, Georgina Hale ǀ 35 mm ǀ OmU

Das Leben des Komponisten Gustav Mahler als barock-anarchischer, respektloser Musikerfilm. „Die filmische Form, bei aller Exzentrik, ist makellos.“ (Die Zeit).

 

Mi 10.8. 18:00 Uhr

LE NOTTI DI CABIRIA (DIE NÄCHTE DER CABIRIA)

IT 1957 ǀ 114 Min ǀ R: Federico Fellini ǀ Mit Giulietta Masina, François Périer ǀ 16mm ǀ OmU

Die Straßenprostituierte Cabiria will trotz Enttäuschungen und Demütigungen die Hoffnung auf Liebe und Glück nicht aufgeben. Fellinis Klassiker mit Giulietta Masina gewann den Oscar als bester ausländischer Film.

 

Sa 13.8. 18:00 – Happy Birthday, Theatiner!

LE SIGNE DU LION (IM ZEICHEN DES LÖWEN)

FR 1959 ǀ 103 Min ǀ R: Éric Rohmer ǀ Mit Jess Hahn, Michèle Girardon ǀ 35 mm ǀ OmU

Aus dem Verleih der Neuen Filmkunst Walter Kirchner. Ein erfolgloser Musiker wird um eine Erbschaft betrogen und steigt in der sommerlichen Metropole langsam zum Straßengeiger ab, bis sich alles zum Guten wendet. Zum 65. Geburtstag des Theatiner, das ebenfalls im Zeichen des Löwen steht.

 

So 14.8. 11:00

BEL AMI

DE 1939 ǀ 98 Min ǀ R: Willi Forst ǀ Mit Olga Tschechowa, Ilse Werner

Ganz Paris liegt ihm zu Füßen: Willi Forst, Senkrechtstarter in Politik und Liebe. Eine vergnüglich-unterhaltsame Komödie nach dem Roman von Guy de Maupassant, mit einem Hauch von Wiener Operette.

 

Mo 15.8. 18:00 Uhr

ZABRISKIE POINT

US 1970 ǀ 107 Min ǀ R: Michelangelo Antonioni ǀ Mit Mark Frechette, Daria Halprin ǀ OV

Kultfilm über die Hippie-Bewegung in der monumentalen Ikonik des Death Valley und der epischsten Explosion der Filmgeschichte.

 

JAZZ & POLNISCHE NEUE WELLE

In den 60er Jahren erneuerte sich auch hinter dem Eisernen Vorhang das Kino. Die Formentfesselung der polnischen Nouvelle Vague ist ohne Jazz undenkbar.

So 7.8. 11:00 Uhr

ZBIGNIEW SEIFERT – AN INTERRUPTED JOURNEY

PL 2021 ǀ 79 Min ǀ R: Robert Kaczmarek ǀ Mit Tomasz Stanko, Agnieszka Seifert-Beck ǀ OmeU

Biopic über einen der großartigsten Jazzgeiger der Welt: Zbigniew Seifert (1946-1979) aus Polen, der eine Zeit lang in München lebte.

Zu Gast: Agnieszka Seifert-Beck

 

Do 11.8. 18:00 Uhr

NACHTZUG (POCIAG)

PL 1959 ǀ 97 Min ǀ R: Jerzy Kawalerowicz ǀ Mit Lucyna Winnicka, Leon Niemczyk, Zbigniew Cybulski ǀ poln. O.m.e.U.

Ein Mann (ein Mörder auf der Flucht?) und eine Frau teilen sich ein Nachtzug-Abteil auf dem Weg zum Ostseebad Hel. Mit dem Jazz-Score von Jozef Bartczak, aus dem Verleih der Neuen Filmkunst.

 

Fr 12.8. 18:00 Uhr

DAS MESSER IM WASSER (NÓŻ W WODZIE)

PL 1962 ǀ 90 Min ǀ R: Roman Polanski ǀ Mit Zygmunt Malanowicz, Jolanta Umecka ǀ OmU

Der Film, der die polnische Neue Welle lostrat. Zum Jazz-Score von Krzysztof Komeda entspinnt sich ein Drama auf der masurischen Seenplatte.

 

Vorfilm: ZWEI MÄNNER UND EIN SCHRANK

PL 1958 ǀ 15 Min ǀ R: Roman Polanski ǀ ohne Dialoge

 

NO NO FUTURE – EIN ABEND MIT DER REVÜ – FLUGBLATT FÜR CINEPHILIE

Mi 17.8. 20:30 Uhr

RIEN À FOUTRE (ZERO FUCKS GIVEN)

BE/FR 2021 ǀ 110 Min ǀ R: Julie Lecoustre, Emmanuel Marre ǀ Mit Adèle Exarchopoulos

Preview (OmU)

Zu Gast: Autor*innen der REVÜ

Das Zweifeln der Millennials. Die Goldene-Palme-Gewinnerin Adèle Exarchopoulos spielt Cassandre, die desillusionierte Flugbegleiterin einer Billig-Airline. Mit Filmgespräch im Anschluss!

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